Festival
Science Film Festival

Science Film Festival

Verbindungsbüro Ouagadougou, Universität Ouagadougou, IRD

Das Goethe-Institut/ Verbindungsbüro in Ouagadougou in Kooperation mit dem "Institut de Recherche pour le Développement" (IRD) organisieren zum zweiten Mal das "Science Film Festival" in Burkina Faso. Im letzten Jahr fand das Festival noch unter dem Namen "Semaine du Film Scientifique" statt, als offizieller Partner des Science Film Festival. Durch diese Kooperation konnten über 3 Tage hinweg mehrere Filme des Science Film Festivals und des IRD auf großer Leinwand gezeigt werden. Mehr als 200 Personen kamen zu den Filmvorführungen am Goethe-Institut und an der Universität Joseph Ki-Zerbo in Ouagadougou.
 
Dieses Jahr wird das Festival einheitlich unter dem Namen "Science Film Festival" organisiert und erstreckt sich über 5 Tage. Des Weiteren wird es auch Filmvorführungen mit begleitenden Diskussionen und Workshops an Schulen geben. An die zwanzig Filme aus der ganzen Welt werden in Ouagadougou von 18. bis 22. Oktober gezeigt.
 
In Zusammenarbeit mit Institut de Recherche pour le Développement (IRD).

Programm

18.10.2016

19:00 Uhr - Goethe-Institut
Die Wissenschaft der Superhelden
Spinnennetze werfen wie Spiderman, fliegen wie Superman, in Flammen leuchten wie die Menschliche Fackel – können Normalsterbliche solche Heldentaten vollbringen? Forscher und Erfinder von Technologien, die diesen Traum wahr werden lassen könnten – oder ihn bereits verwirklicht haben – erklären, wie weit der aktuelle Stand der Technik ist. Einige der Superkräfte aus den Kinderträumen sind gar nicht mehr so weit von der Realität entfernt.
Cyril Fleury, 25 min., 2014, Belgien

20:00 Uhr - Goethe-Institut
Baobabs zwischen Erde und Meer
Ihre schiere Größe und die besonderen Formen machen Baobabs zu den bemerkenswertesten Bäumen auf der Erde. In Madagaskar relativ unbekannt, sind diese Giganten von Abholzung bedroht. Um sie zu erforschen, reisen Cyrille Cornu und Wilfried Ramahafaly in das Herz des Waldes und entdecken 400 Kilometer der wilden und einsamen Küste im Südwesten Madagaskars. Der Film dokumentiert Entdeckungen, Begegnungen und wissenschaftliche Ergebnisse der Forscher und zeigt nahezu nie zuvor gefilmte oder fotografierte Landschaften.
Cyrille Cornu, 55 min., 2015, Frankreich – Madagaskar
 
19.10.2016

15:00 Uhr - Universität Ouagadougou
Epidemien, die unsichtbare Bedrohung
Wann wird eine neue Epidemie globalen Ausmaßes zuschlagen? Zu einem Zeitpunkt, an dem neue Viren mit einer noch nie dagewesenen Geschwindigkeit entstehen und wo Ebola in Westafrika tötet; eine genaue Untersuchung dieser unsichtbaren Bedrohung.
Im Laufe von 60 Jahren sind mehr als dreihundertfünfzig neue Infektionskrankheiten erschienen: SARS, H1N1, H5N1, Ebola ... Die Entstehung von Viren scheint sich zu beschleunigen. Einstimmig fragen sich die Experten: wann wird eine neue globale Epidemie zuschlagen? Pest, Spanische Grippe, Pocken, AIDS ...: die Geschichte kreuzt infektiöse Episoden, die Bevölkerungen dezimiert haben. Aber wo ist die Forschung heute? Sind wir besser vorbereitet? Der Film ist auf den Spuren von drei besonders bedrohlichen Viren: H7N9-Grippe in Asien, dem Mers-CoV, Cousin von SARS, aktiv im Nahen Osten, die den schlimmsten Terror in Westafrika weckt.
Poiret Anne, 52 min., 2014, Frankreich

19:00 Uhr - IRD
Lyme Borreliose – Wenn die Zecken angreifen!
Die Lyme Borreliose ist eine bakterielle Infektion, die durch Zecken übertragen wird und die sich in besorgniserregendem Tempo auf der ganzen Welt ausbreitet. Gesichtslähmung, Gelenkschmerzen, Meningitis… Die Erkrankten gehen durch die Hölle. Im Angesicht dieser Epidemie sieht  die medizinische Welt ratlos und entwaffnet aus: wenig verlässliche Tests, ungewisse Therapien, eine gespaltene wissenschaftliche Gemeinschaft… Über Berichte von Patienten und Spezialisten erzählt dieses Dokument die Geschichte der Entdeckung und Erforschung der Krankheit in den USA. Es erzählt ebenfalls die Mission eines senegalesischen Krankenhauses, das gegen die Borreliose kämpft, indem es Nagetiere einfängt. Die Zecken infizieren sich, wenn sie kleine Nagetiere  beißen, welche Wirt des Bakteriums sind. In Straßburg veranstalten Vereinigungen internationale Informationstage über von Zecken übertragene Krankheiten.
Chantal Perrin, 52 min., 2004, Frankreich

20:00 Uhr - IRD
Invasion der Mücken
In Brasilien, Afrika, Südostasien und Südeuropa übertragen vier Arten von Mücken gefährliche Viren oder Parasiten auf den Menschen. Als Überträger des Denguefiebers, Malaria und anderen Infektionskrankheiten profitieren sie von Umweltveränderungen, Bevölkerungsbewegungen und Transportmöglichkeiten, um ihr Territorium auszuweiten. Sie widerstehen den Strategien, die der Mensch ihnen entgegensetzt, um sich vor ihnen zu schützen. Aber Wissenschaftler experimentieren vor Ort mit neuen Mitteln zur Bekämpfung, eins noch überraschender als das andere.
Fréderic Létang und Patrice Desenne, 52 min., 2016, Frankreich
 
20.10.2016

15:00 Uhr - Universität Ouagadougou
AIDS, auf afrikanischer Piste
Folgend dem Weg des Virus von Kamerun nach Kinshasa und dann Dakar oder Pretoria, zeigt der Film eine Reise, wie sich das über Jahrzehnte unentdeckte Virus ausbreiten konnte. Wie mit dem Aufkommen von AIDS einige Länder in der Lage waren zu reagieren, und andere den Kopf in den Sand stecken. Schließlich wirft der Film Licht auf das immer latente Risiko der Krankheit, das von Wildtieren zum Menschen wanderte und im globalen Zeitalter weltweite Gesundheitsrisiken aufbringt.
Remi Lainé, 52 min., 2016, Frankreich

19:00 Uhr - Goethe-Institut
Life Force Series II – Die trockene Namibwüste
Die Namibwüste im Südwesten Afrikas ist Heimat zahlreicher Lebewesen und Pflanzenarten. Eine kalte Meeresströmung verhindert Niederschläge und verursacht Nebelbänke, und da der Meeresstrom reich an Lebewesen ist, folgen ihm Millionen von Robben an die Küsten Namibias, um sich dort fortzupflanzen. Das lockt Rudel von Schakalen an. Doch die meisten Fleischfresser der Namibwüste jagen viel kleinere Beutetiere. Erdferkel, Füchse und sogar Hyänen: Alle ernähren sich fast ausschließlich von Termiten. Sie sind die wahre Grundlage dieses Ökosystems.
Makoto Kita, 48 min., 2014, Japan – Neuseeland

20:00 Uhr - Goethe-Institut
Berber der Gipfel
Rachid ist ein Berber aus dem kleinen Dorf Tizi Anoucheg, welches an den Ausläufern des marokkanischen Atlasgebirges liegt. Vor sechs Jahren hat er die Pension von Tizi gebaut, um seine Kultur und seine Liebe für diese Region mit Besuchern aus aller Welt zu teilen. Seit seiner Rückkehr hat Tizi sich radikal verändert: Der dörfliche Brunnen vor der Pension ist zu einem Ort der Lebens und der Zusammenkunft geworden, die Schule empfängt die Kinder des Dorfes und bald wird es auch ein Krankenhaus geben. Die Einrichtung eines Kanalisationssystems ist im Gange, aber es gibt einige Schwierigkeiten… An der Seite von Rachid entdecken wir das alltägliche Leben in Tizi und verfolgen den Fortschritt der unterschiedlichen Projekte. Wir lernen traditionelle Anbaumethoden in höheren Regionen kennen sowie die Probleme, die mit dem Wasser zusammenhängen. Wir werden mitten in eine erhalten gebliebene Berberkultur geworfen, die der Zukunft offen gegenübersteht.
Bruno und Sylvain Cedat, 52 min., 2014, Frankreich
 
21.10.2016

19:00 Uhr - Goethe-Institut
End of Memory
Jeden Tag werden 2,5 Billionen Byte Daten ausgetauscht. Die stetig wachsende Menge an digitalen Informationen ist als „Big Data” bekannt. Mit ihr ergeben sich neue Herausforderungen: Wie lässt sich die Datenmenge klassifizieren und speichern? Forscher versuchen, neue Plattformen zu entwickeln, die die kurze Lebensdauer der aktuellen Speicherformate ausgleichen, um Daten für kommende Generationen zu sichern. „End of Memory” geht der Frage nach, ob die digitalen Gesellschaften in der Lage sind, einen dauerhaften Speicher zu entwickeln.
Vincent Amouroux, 52 min., 2014, Frankreich

20:00 Uhr - Goethe-Institut
Der Origami-Code – Wissenschaftler enthüllen die Macht des Faltens
Vieles, was sich in der Natur entwickelt, ist gefaltet: Blütenknospen, Flügel, das Gehirn, die Gene. In den vergangenen 20 Jahren hat auch die Wissenschaft das Origami-Prinzip entdeckt. Origami hat innovative Bereiche der Forschung erschlossen und könnte nun den Weg zur letzten Stufe in der Bionik weisen. Forscher aus Robotik, Medizin, Biologie und Nanotechnologie hoffen, über die Faltungen hochkomplexe mathematische Probleme zu lösen oder daraus einen praktischen technischen Nutzen zu ziehen.
Francois-Xavier Vives, 43 min., 2015. Deutschland – Frankreich
 
22.10.2016 - IRD
Präsentation der ausgewählten Filme für den Preis „Mil d’or“

Details

Verbindungsbüro Ouagadougou, Universität Ouagadougou, IRD



Sprache: Englisch / Französisch
Preis: Eintritt frei

+226 76 08 71 56 programme@ouagadougou.goethe.org