Ausstellung
Vom Schmerz zur Farbe
Der bildende Künstler Pierre Garel, der seit 17 Jahren in Ouagadougou lebt, präsentiert im Kunstraum 226 das Atelier-Labor eines Künstlers, der in der Farbe ein Mittel gegen Schmerz sucht. Die ausgestellte Arbeit ist von seinen jüngsten Erlebnissen inspiriert – im Laufe weniger Wochen verlor er seinen Vater, der 50 Jahre alt war, und hat seine großen Schüler sich mit dem Abitur in der Tasche in alle Welt verstreuen sehen. Die Generation des Vaters besetzt einen „Schmerzraum“, und seine Schüler einen heilenden „Farbraum“. Mit Rückbezug auf die Schirmfigur, den deutschen Künstler-Schamanen Joseph Beuys, den er während seiner Studienjahre entdeckt hat, orientiert er sich auch mithilfe der Intimität der merkwürdig organischen Werke von Eva Hesse, die in jungen Jahren einem Gehirntumor erlegen ist, sowie durch die Initialen von afrikanischen Künstlern, deren Werke ihm oft den Mut wiedergeben. Durch die erstmalige Hinwendung zu seinem Thema der Bewegung im übertragenen Sinne, der introspektiven Suche nach der aufmunternden Wärme seiner bevorzugten Farbe Gelb, versucht er durch diese Serienarbeit, die sich zwischen Installationen, Fotografien, Malereien, Skizzen und Radierungen entfaltet, die Freude an der Schaffung und an der Weitergabe eines intuitiven Wissens wiederzufinden.
Vernissage:
09.03.2017, 16:30 Uhr
Details
KUNSTRAUM226
Rue de la liberté
50m von Pharmacie Trypano
Paspanga
Sprache: Französisch
+226 76 08 71 56 programme@ouagadougou.goethe.org