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Foto: Goethe-Institut/Bernhard Ludewig

Land der Integren. Burkina Fasos Geschichte, Politik und seine ewig fremden Frauen

Goethe-Institut

In seiner ersten Hälfte begleitet das Buch Burkina Faso, das Land der Integren, durch seine Geschichte, von der Zeit “vor der Schrift“ bis heute: Eroberung durch Frankreich und Widerstand gegen die Kolonialherren, eine sehr relative Unabhängigkeit 1960, die Revolution unter Thomas Sankara 1983, die bleiernen 27 Jahre seines neoliberalen Nachfolgers bis zum Volksaufstand 2014. Können und wollen die nunmehrigen Machthaber Wandel und grundsätzliche Besserung bewerkstelligen und so die angestauten Erwartungen und Hoffnungen erfüllen?
Die zweite Hälfte des Buches fokussiert Frauen, meist unsichtbare Statistinnen im burkinischen Patriarchat. Wenn das sehr peripher ins Weltsystem integrierte Land bis heute überlebt hat, dann kraft seiner Frauen, die mehr als 70% zur Volkswirtschaft beitragen. Statt Dank ernten Frauen und Mädchen oft Gewalt, daher geht es im Buch auch um Polygamie (“Vielweiberei“), Kinderhochzeit, zu frühe Schwangerschaften & Geburten, Vorwürfe der Hexerei & Hexenvertreibungen und um Exzision, die v.a. an kleinen Kindern praktizierte Form des Zurechtschneidens des weiblichen Geschlechts.

Günther Lanier, 1958 in Wien geboren, hat Ökonomie und Ethnologie studiert. Nach sieben Jahren als Banker, Publikationen und Unterrichtstätigkeiten (v.a. an Unis) in Österreich (bis 1999), Indien (1999-2002), Burkina Faso hat er seit 2002 seinen Lebensmittelpunkt in Ouagadougou und engagiert sich im multilateralem (Unicef), bilateralem (deutsche und österreichische Kooperation) und vor allem zivilgesellschaftlichem Kontext gegen Gewalt an Frauen (Exzision, "Hexen"-Vertreibung etc.).

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Preis: Eintritt frei

+226 76 08 71 56 programme@ouagadougou.goethe.org