Nous les noirs

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Goethe-Institut

Nous Les Noirs ist das Reisetagebuch eines Filmemachers der aus Kamerum kommt. Das Reisetagebuch welches durch seine Begegnungen mit Schwarzen Menschen aus Kolumbien, die Afrika vor 400 Jahren verlassen mussten, eine ethnographische Form annimmt. Der Film ist eine Erfahrung des Black Atlantic, bei welcher der Filmemacher sowohl Ethnologe als auch Historiker dieser neuen Art von Kultur ist, der auch sein eigene Kultur ist. Die Entdeckung der Existenz der Schwarzen Menschen in Kolumbien in den Regionen von Palenque an der Atlantikküste und Choco an der Pazifikküste. Und vor allem eine Begegnung mit dieser als "Widerstand" definierten kulturellen Identität, die in der Musik, dem Essen, der Sprache, der Frisur usw. zu einer Lebensart geworden ist.
Der Film, der aus nachgestellten Szenen der damaligen Zeit und des heutigen Lebens der Schwarzen in den beiden Gebieten Kolumbiens, in denen sie angesiedelt sind - Palenque (Atlantik) und Choco (Pazifik) - besteht, erzählt anhand historischer und heutiger Charaktere, wie der "Widerstand" zu einer Lebensweise geworden ist: in der Musik, dem Essen, der Sprache, der Frisur, der Justiz... Die Geschichte von Wir die Schwarzen ist eigentlich zwei Geschichten, denn sie spielt in zwei verschiedenen geografischen Gebieten Kolumbiens: dem Pazifik und dem Atlantik. Aber sie sind alle miteinander verbunden und ergänzen sich in der Geschichte des schwarzen Widerstands in Kolumbien. Auf der Atlantikseite war San Basilio de Palenque, 50 km von Cartagena entfernt, der wichtigste Sklavenhafen Lateinamerikas, 1603 das erste freie schwarze Gebiet in Nordamerika, das von Benkos Bioho befreit wurde. Auf der pazifischen Seite liegt die reiche schwarze Provinz Choco mitten im Dschungel, die die Goldsklaven aufnahm und deren kleine Stadt Tado, 70 km von der Hauptstadt Quibdo entfernt, sich durch beeindruckende Widerstandsaktionen in den Jahren 1725 und 1793 auszeichnete. In beiden Fällen ist der Widerstand zur Identität dieser afrokolumbianischen Gemeinschaften geworden, die ihn mit ihren afrikanischen Ursprüngen in Verbindung bringen. Das Afrika, das sie in Palenque vorfinden, ist nicht dasselbe wie das, das sie in Choco vorfinden, daher die zwei Varianten innerhalb dieser afrikanischen Identitäten, die sie seit über 400 Jahren aufrechterhalten haben.
Jean Pierre Bekolo, 101mn, 2021, Kamerun

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