Cinéma
Die letzte Zuflucht
CINE PALABRE
Das Maison des migrants in Gao, Mali, ist ein Zufluchtsort am südlichen Rand der Sahara-Wüste. Es nimmt Menschen auf, die sich auf der Durchreise nach Algerien im Norden des Landes befinden oder nach einem erfolglosen Versuch, nach Europa zu gelangen, auf dem Rückweg sind. Als Esther und Kady, zwei Teenager aus Burkina Faso, hier ankommen, um Kraft für die Weiterreise zu schöpfen, freunden sie sich mit Natacha an, einer Migrantin in den Vierzigern, deren Erinnerungen im Laufe der Jahre verblasst sind und die auf eine Rückkehr in ihre Heimat hofft. Das Trio findet eine Art Familienleben und teilt Momente der Freude, Hoffnung und Zärtlichkeit. Doch die Mädchen können ihren Traum von einer Zukunft in der Fremde nicht aufgeben, selbst als ihre Reise auf diejenigen trifft, die mit Misserfolgen und Traumata zurückgekehrt sind. Das Haus, wie ein Bollwerk aus zerbrechlichen Mauern, widersteht nur mit Mühe dem Ruf der Wüste, deren fernes Rauschen Geschichten von Träumen und Albträumen flüstert.
Ousmane Samassekou, 85 Min., 2021, Frankreich, Mali, Südafrika
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