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Bernhard Schlink
Liebesfluchten

 © Diogenes Ein Mann erfährt  nach dem Tod seiner Frau von ihrer Untreue. Als er sich mit dem unsäglichen Liebhaber - einem notorischen Angeber und Versager -  konfrontiert, kommt  er nicht nur seiner Frau, sondern auch sich selbst näher.  Die sieben Erzählungen sind Geschichten von verpassten Liebschaften, unerfüllten Träumen und Sehnsüchten, von der Unfähigkeit zu lieben. Sie erzählen von der Flucht vor der Liebe oder der Liebe als Zufluchtsort. Und wie schon in Der Vorleser werden Einzelschicksal und Geschichte  miteinander verwoben.  So verliebt sich der Sohn eines Nazivaters in eine jüdische Amerikanerin und wird mit ihrem Deutschlandbild konfrontiert oder aber ein Westdeutscher wird von einem Ehepaar aus der DDR instrumentalisiert, um ihre Beziehung zu retten. Die durchgehend männlichen, meist schon älteren Protagonisten sind traurige Helden – und dabei mitunter ziemlich komisch.

Bernhard Schlink (*1944) ist Schriftsteller und Jurist. Nach drei Kriminalromanen um den Privatdetektiv Gerhard Selb und dem Vorleser, seinem Welterfolg von 1995, publizierte der in Berlin lehrende Staatsrechtsprofessor im Jahr 2000 erstmals einen Erzählband.

Schlink, Bernhard
Liebesfluchten
Diogenes Verlag, Zürich 2000
ISBN: 9783257232998
307 Seiten

Der Titel im Katalog der Bibliothek und in der Onleihe des Goethe-Instituts.
 

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