Podiumsdiskussion Internationales Literaturfestival Sofia: Wie öffnet man ein Geheimdienstarchiv?

Sofioter internationales Literaturfestival, 11-16 Dezember © Studio Enthusiasm

Do, 13.12.2018

Nationaler Kulturpalast, Marmorfoyer

Bulgarien Platz 1
1463 Sofia

Diskussion: Wie öffnet man ein Geheimdienstarchiv?

Die Aufarbeitung des Kommunismus über die Öffnung der Staatssicherheits-Akten hat in Südosteuropa in ganz unterschiedlichem Maße stattgefunden. Das Podium fragt nach dem aktuellen Stand und der gesellschaftlichen Akzeptanz in Bulgarien und Rumänien. Es erörtert die Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements und die stützende Rolle Deutschlands.
 
Teilnehmer:
 
Ilija Trojanow (Österreich/Bulgarien) Autor. Für seinen Roman „Macht und Widerstand“ hat er in den Archiven der bulgarischen Staatssicherheit recherchiert.
Thomas Krüger (Deutschland) Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung. 1989 Gründungsmitglied der Sozialdemokratischen Partei in der DDR (SDP); als Bürgerrechtler in der DDR ist er bestens mit staatlicher Überwachung vertraut.
Germina Nagâţ (Rumänien) in der rumänischen Behörde zur Aufarbeitung des Securitate-Archivs, C.N.S.A.S, zuständig für die Akten über Schriftsteller.
Plamen Dojnov (Bulgarien) Dozent an der Neuen Bulgarischen Universität, wo er seit 2012 die Fakultät für Neue Bulgaristik leitet und das Programm „Die Literatur der Volksrepublik Bulgariens 1946-1990“ durchführt. In seiner Arbeit erforscht und interpretiert er Dokumente aus den Archiven der bulgarischen Staatssicherheit.

Moderation: Diana Ivanova (Bulgarien) Dokumentarfilmerin, Journalistin und Autorin. Kulturaustausch und Erinnern sind ihre Themen. Mit ihrem Projekt „Ich habe den Sozialismus gelebt“ versuchte sie zu ergründen, welche Spuren der Sozialismus in den Seelen der Menschen hinterlassen hat.   


 

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