Filmvorführung, Diskussion, Performance
Berlin Calling Sofia
Bulgarisches Programm im Studio Я des Maxim-Gorki-Theaters Berlin
Studio Я | gegen sätze
BERLIN CALLING SOFIA
Welche rechten Allianzen formieren sich zurzeit in Europa? Und wie kann ihnen begegnet werden? Während in Deutschland die AfD die Gelder von Kultureinrichtungen streichen will, sehen sich Kunstschaffende in Bulgarien längst mit der Durchdringung ihrer Institutionen durch nationalistische Kräfte konfrontiert. Über zwei Abende mit Performance, Film, Musik und Diskurs präsentieren und diskutieren Kulturschaffende und Journalist*innen aus Bulgarien und Deutschland Strategien im Umgang mit nationalistischen Bewegungen.
Freitag 15.12. BERLIN CALLING SOFIA I
20:30 LONG LIVE BULGARIA
Dokumentarfilm von Adela Peeva (In Bulgarian with English surtitles)
anschl. Publikumsgespräch mit der Regisseurin
Drei Jahre lang hat die Filmemacherin Adela Peeva Jugendliche aus großen Städten in Bulgarien mit der Kamera begleitet. Angetrieben von patriotischen Gefühlen und dem Wunsch, die eigene Identität zu bekräftigen, überschreiten diese jungen Menschen die Grenze zwischen Patriotismus und Nationalismus. Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang Bildungs- und Kultureinrichtungen? Welche Zukunft ist zu erwarten?
Anschließend:
CONSTANT REALITIES
Solo for violin, voice and video
Von und mit Biliana Voutchkova, Video: Boriana Pandova
Ein abstraktes Solo, das sich aus musikalischem und wortlosem Dialog entwickelt – irgendwo im offenen Raum zwischen Berlin und Sofia.
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Samstag 16.12. BERLIN CALLING SOFIA II
20:30 LETZTER AKKORD DER NATIONALHYMNE
20-minütige Performance von Neda Sokolovska (Auf Bulgarisch mit deutschen Übertiteln)
Der bulgarische Wrestler Dinko Valev ist durch Handy-Videos seiner Hetzjagd auf Geflüchtete international bekannt geworden. Daraufhin lobte Premierminister Boyko Borisov ihn öffentlich für seinen »Freiwilligendienst«. Der nationale Fernsehsender beschrieb ihn als »Superheld, der Migranten mit bloßen Händen bekämpft«. Neda Sokolovskas Performance erforscht die neuen Territorien des zeitgenössischen Nationalismus und ihre Auswirkungen auf das kollektive Selbstverständnis einer Gesellschaft.
VOM PATRIOTISMUS ZUM NATIONALISMUS UND ZURÜCK
Podiumsdiskussion zum künstlerischen Umgang mit der neuen europäischen Rechten
Auf Deutsch und Bulgarisch mit deutscher Übersetzung
Mit Tzvetelina Iossifova (Leiterin Red House Centre for Culture and Debate Sofia), Neda Sokolovska (Autorin und Regisseurin aus Sofia), Alexander Andreev (Leiter der bulgarischen Redaktion der Deutschen Welle), Kevin Rittberger (Autor und Regisseur)
Moderation Dorte Lena Eilers (Theater der Zeit)
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Red House Centre for Culture and Debate (Sofia) im Rahmen des internationalen Theaternetzwerks Undernational Affairs. Mit freundlicher Unterstützung durch das Goethe-Institut Bulgarien
Details
Studio Я
Hinter dem Gießhaus 2
10117 Berlin
Sprache: Englisch