Internationales Literaturfestival Sofia: Sherko Fatah im Gespräch mit Rumen Petrov
Gesprächsthema: „Soziale Traumata und deren literarische Verarbeitung“
Sherko Fatah und Rumen Petrov sprechen am 12.12., um 19:00 Uhr, über soziale Traumata und ihre literarische Verarbeitung, sei es in medizinischen Büchern über die Symptome oder in Erlebnisberichten.
Sherko Fatah wurde 1964 in Ost-Berlin als Sohn eines irakischen Kurden und einer Deutschen geboren. Er wuchs in der DDR auf und siedelte 1975 mit seiner Familie über Wien nach West-Berlin über. Er studierte Philosophie und Kunstgeschichte. Für sein erzählerisches Werk hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten, zuletzt den Großer Kunstpreis Berlin der Akademie der Künste und den Adelbert-von-Chamisso-Preis 2015, außerdem den Aspekte-Literaturpreis für den Roman „Im Grenzland“. Er wurde mehrfach für den Preis der Leipziger Buchmesse (2008 mit „Das dunkle Schiff“, 2012 mit „Ein weißes Land“) nominiert und mit „Das dunkle Schiff“ auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2008 gewählt.
Rumen Petrov wurde 1965 in Sofia geboren. Er ist Doktor der Medizin und Facharzt für Psychiatrie. Seine Dissertation zum Thema „Kooperation und Verletzlichkeit“ ist im Bereich der Psycho-Sozialwissenschaften. Er schreibt und arbeitet auf dem Gebiet des sozialen Traumas und der Möglichkeiten, die soziale Bindung nach einer gewalttätigen Beziehung wiederherzustellen. Er unterrichtet Sozialarbeit an der Neuen Bulgarischen Universität.
Moderаtion: Marin Bodakov
Marin Bodakov ist Autor, Literaturredakteur und Assistenzprofessor an der Fakultät für Journalismus und Verlagswesen, der Sofioter Universität.
Details
Nationaler Kulturpalast, Marmorfoyer
Bulgarien Platz 1
1463 Sofia