Diskussion
Philosophische Abende in der Bibliothek

Philosophische Abende 3
© Irina Djonkova

Das Weltgeschehen und der Philosophieunterricht in der Schule

Goethe-Institut, Bibliothek

Philosophische Abende in der Bibliothek
Drittes Treffen


17. März 2022
Startzeit - 18.30 Uhr
Bibliothek des Goethe-Instituts

(und Online-Übertragung in den sozialen Netzwerken)
 

Das Weltgeschehen und der philosophieunterricht in der schule


Für viele fliegt die Philosophie mit der Eule der Minerva in der Abenddämmerung weiter und zieht mit ihren späten, nachträglichen Reflexionen Bilanz über das Geschehene.Für einige wenige ist es vor allem eine erschütternde Kritik und indirekt ein Instrument für den sozialen Wandel.

Die Schulbildung ist nach genehmigten Programmen organisiert, in denen das Fächerspektrum in jedem Fach einige Kriterien der "Notwendigkeit und Hinlänglichkeit" innerhalb einer erprobten Tradition erfüllt. 
Aber Weltereignisse und Katastrophen, die sowohl vom Menschen als auch von der Natur ausgelöst wurden, haben und werden die Tagesordnung der Philosophie verändern. Solche Momente beschleunigen den Puls selbst des weisesten Vogels. Philosophen treten in ungewohnte öffentliche Rollen, die Öffentlichkeit beginnt gleichsam selbst zu philosophieren. 
 
Hat dies Auswirkungen auf den Unterricht in philosophischen Fächern in der Schule?
Inwiefern stellen demokratische Veränderungen und das Vordringen neuer Technologien, des Terrorismus und des Umweltschutzes eine Herausforderung für die Lehrpläne der Sozial- und Geisteswissenschaften dar und können sie diese verändern?

Welche Herausforderungen ergeben sich aus der Coronavirus-Pandemie für den Philosophieunterricht an Schulen?  

Welche Fragen stellen sich Schülerinnen und Schüler selbst in Klassen, in denen sie frei diskutieren können?

Haben LehrerInnen das Recht, solche Themen in die allgemeine Diskussion einzubringen, oder ist es besser, sie in privaten Gesprächen zu beschränken oder sie vielleicht an Schulpsychologen zu verweisen?

Können Philosophielehrerinnen und -lehrer ihren Schülerinnen und Schülern in einer Extremsituation helfen, in der nicht nur der Unterricht als solcher auf dem Prüfstand steht, sondern Kollisionen zwischen Grundrechten, einer Fülle von Informationen aller Art, radikal veränderten Formen der gesellschaftlichen Kommunikation und einem intensiven Umgang mit dem Tod die klassischen Autoren und Themen des Pflichtlehrplans zu einer mühsamen Last werden lassen?

Gibt es praktikable Strategien?

Diese und andere Fragen werden von Professor Stiliyan Yotov (Doktor der Philosophie, Universität Sofia), Dr. Evelina Vardzhyyska (Universität Sofia), Dr. Aglaya Denkova (91 Deutschsprachige Schule, Sofia), Teodora Ribarova (9 Französisches Gymnasium, Sofia), Antoaneta Koleva (Verlag KH - Kritik und Humanismus) diskutiert.

Details

Goethe-Institut, Bibliothek

Budapesta Str. 1
1000 Sofia