Ausstellung
WE COULD BE HEROES
Ausstellung von Tekla Alexieva und Iskra Blagoeva
Kuratorin: Nadezhda Oleg Lyachova
Ton: Pistamashina
vom 6. April bis zum 5. Mai 2022,
Goethe-Institut Bulgarien
Tekla Alexieva hat mit ihren außergewöhnlichen Illustrationen für Bibliothek-Galaxie und ihrem unnachahmlich fantasievollen, naiv-romantischen und surrealistischen Stil die bulgarische Bildkultur nachhaltig geprägt. Iskra Blagoeva ist mit ihren präzisen, maximal umgekehrten Ausdrucksmitteln, die jedoch stark mit symbolischen Bedeutungen und Spannungsbildern aufgeladen sind, ein leuchtendes und einzigartiges Phänomen der neuen bulgarischen Malerei. Mehr als 30 Jahre und viele soziale, sowie historische Unterschiede trennen die beiden Künstlerinnen. Deshalb klingt die Gegenüberstellung der Arbeiten der beiden auf den ersten Blick fantastisch und unerwartet. Aber ist es nicht gerade das Fantastische, das die Arbeit beider Künstlerinnen auszeichnet?
Diese Ähnlichkeit, die sie selbst nicht einmal ahnen, beeindruckt auch eine andere Künstlerin - Nadezhda Oleg Lyachova, eine Vertreterin der Generation zwischen Tekla und Iskra. So entstand die Idee für die Ausstellung. Ein Team von drei Künstlerinnen aus drei Generationen, von denen jede im Laufe der Jahre ihre starke, unerschütterliche ästhetische Position, aber auch ihre Selbstbehauptung als Frau zum Ausdruck gebracht hat.
Wir könnten Helden sein ist vor allem eine Frauenausstellung, in der zwei Frauen aus verschiedenen Generationen über eines der stärksten Attribute der Männlichkeit nachdenken - das Heldentum. Diese Ausstellung ist nicht nur weiblich, sondern auch feministisch, mutig und ohne jede Scheu.
Die Ausstellung umfasst das Gemälde Fate Drags Man (1987) und Zeichnungen von Tekla Alexieva, die durch das Motiv des Kampfes und des Raumes verbunden sind. Zwei Kosmonauten fassen sich an den Händen, während sie in der großen Dunkelheit des Weltraums zu versinken scheinen. Eine wissenschaftliche Illustration aus einem Lehrbuch, die die Flugkörper in den verschiedenen Schichten der Erdatmosphäre zeigt.
Stellen Sie sich nun vor, dass unter den Raumanzügen Frauen stecken.
Wenn wir die Möglichkeit hätten, gleichberechtigt an der Wissenschaft teilzunehmen und die Welt und den Weltraum zu erforschen, wären wir wahre Heldinnen! Genau das ist die Botschaft der Arbeiten von Iskra Blagoeva in der Ausstellung. Ihr Neonschild "We could be heroes" trägt die heroische Ladung von David Bowies ikonischem Song in sich, aber machen wir uns nichts vor - hier gibt es keine Nostalgie oder Bedauern über verpasste Gelegenheiten, sondern eine feste Entschlossenheit, heldenhaft zu sein.
Der Soundtrack, der sich sofort im Kopf des Besuchers festsetzt, wird durch eine Klanginstallation ergänzt, die Iskra Blagoeva gemeinsam mit Pistamashina entwickelt hat.
Details
Goethe-Institut Bulgarien, Galerie
Budapesta Str. 1
1000 Sofia