Filmvorführung im Rahmen des Master of Arts
Gego
Dokumentarfilm von Nathalie David
GEGO, Gertrud Louise Goldschmidt (2013),
Dokumentarfilm, 54 Min.,
Regie: Nathhalie David
Untertitel: Englisch
Veranstaltungssaal, Goethe-Institut Bulgarien
Das Goethe-Institut Bulgarien und die achte Ausgabe des Master of Art Film Festivals haben die Filmemacherin Nathalie David in die Festivaljury eingeladen. Aus diesem Anlass zeigen wir drei ihrer Filme:
„Harald Naegeli - Der Sprayer von Zürich“ (2021) wird am 12.02.2023 um 19:00 Uhr im Dom na kinoto in ihrer Anwesenheit zu sehen sein. Am 13. Und 14. Februar zeigen wir „Diese Photographin heisst Leonore Mau“ und „GEGO, Gertrud Louise Goldschmidt “ im Goethe-Institut. Nach den Filmvorführungen können die Zuschauer mit der Regisseurin diskutieren. Sie sind herzlich eingeladen!
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GEGO, Gertrud Louise Goldschmidt (geb. 1912 in Hamburg, gest. 1994 in Caracas) war eine der führenden Künstlerinnen ihrer Generation in Lateinamerika, die vor allem durch ihre großformatigen Rauminstallationen bekannt wurde. Sie betrachtete ihre Werke nicht als Skulpturen, sondern als Strukturen oder Zeichnungen im Raum. Gego studierte von 1932 bis 1938 Architektur bei Paul Bonatz an der Fakultät für Architektur der Technischen Hochschule in Stuttgart. Gegos Ausbildung und Praxis als Architektin hatte einen großen Einfluss auf ihre Kunst, indem die Gestaltung des Raumes ein zentrales Anliegen ihrer künstlerischen Praxis blieb.
Gego war jüdischer Herkunft und musste 1939, im Alter von 27 Jahren, nach Venezuela emigrieren. 1987 erhielt Gego vom Hamburger Senat im Rahmen der Studie "Exil und Emigration der Hamburger Juden" unter der Leitung von Professor Trapp einige Fragen zugesandt. Gego füllte den Fragebogen aus, schickte ihn aber nie an Trapp zurück. Nach ihrem Tod fand die Fundacìon Gego ihre schriftlichen Antworten sowie einige Reflexionen und Notizen über ihre Werke. Die Filmemacherin Nathalie David, die das Thema recherchiert hat, kombiniert aktuelle Aufnahmen aus Caracas und Archivmaterial über das Leben und die Arbeit von Gego mit Texten von Gego und Aussagen von Verwandte, Freunde, Schüler und venezolanische Kritiker, die Gego nahe standen und Kenner ihres Werks waren.
Der Dokumentarfilm bringt die Aussagen der Museumskuratorinnen Brigitte Kolle, Petra Roettig, Eva Marina Froitzheim und Lisa Lefevre, die die Ausstellung Gego, Linie als Objekt organisiert haben, wieder zusammenführt.
Der Dokumentarfilm bringt auch die Aussagen der Museumskuratorinnen Brigitte Collet, Petra Rötig, Eva Marina Freutzheim und Lisa Lefebvre zusammen, die die Ausstellung Gego, die Linie als Objekt organisiert haben.
Das Drehbuch des Films basiert auf den Texten von Gego, die in dem Buch Sabiduras enthalten sind. Jeder der Befragten begann mit der Interpretation eines Gedankens des Künstlers, um seine persönlichen Erfahrungen und seine Sicht auf das Werk von Gego im Kontext seiner Generation oder im Kontext der Kunst in Venezuela und in der Welt zu kommentieren.
FILM-TRAILER:
Ihr Besuch in Sofia im Februar 2023 steht im Zusammenhang mit der achten Ausgabe des Master of Art Film Festivals. In diesem Jahr ist sie Mitgliederin der Ehrenjury des Festivals, und drei ihrer Filme werden in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Bulgarien im Programm des Festivals gezeigt.
Als Kind lebte Nathalie David an der Grenze zu Italien.[3] Während ihres Studiums an der Villa Arson in Nizza begann sie, ihre Arbeiten fotografisch zu dokumentieren. „Fasziniert“ habe sie eine Ausstellung des irischen Fotografen Edward Quinn, namentlich seine Dokumentation von Leben und Werk Pablo Picassos. Ende der 1980er-Jahre verließ David Frankreich, nicht zuletzt wegen des Erstarkens des Front National in Nizza, und begann ein Studium an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) bei Katharina Sieverding.
1990 studierte sie am Institut des Hautes Études von Pontus Hultén, Paris; 1992 assistierte sie der Fotografin Leonore Mau beim Aufbau und der Pflege von deren Bildarchiv. 1992 erhielt David in Hamburg ein Stipendium. 1994 folgte ein Studienaufenthalt an der Bourse du Fiacre, Paris. 2003: Stipendium in Regie in Potsdam-Babelsberg bei Helke Misselwitz.
2009 gründete sie das Label PITCHOUNPRODUCTION, unter welchem zahlreiche Filme erschienen sind. Im Auftrag von Museen und Kulturinstitutionen realisiert sie seit 2003 filmische Porträts über Künstler oder Sammler. Sie selbst verortet ihre dokumentarischen Porträts "an der Schnittstelle zwischen Ausstellung und Katalog". Sie lebt und arbeitet in Hamburg und Berlin.
Details
Goethe-Institut Bulgarien, Veranstaltungssaal
Budapesta Str. 1
1000 Sofia