Filmreihe 30 Jahre Mauerfall

Filmreihe 30 Jahre Mauerfall ®_credofilm_2010

Filmreihe 30 Jahre Mauerfall

155 Kilometer Mauer. 155 Kilometer, die ein Land und eine Stadt teilten, Familien entzweiten oder sie zur Umsiedelung zwangen, Menschen zur Flucht trieben und in den Tod. Die Grenze zwischen Ost und West, die 1961 in einer Nacht- und Nebelaktion errichtet wurde, trennte jahrzehntelang zwei Staaten und ein Volk, bis zu ihrem Fall am 09. November 1989.

Anlässlich des 30. Jahrestages des Mauerfalls wird eine Filmreihe gezeigt, die das Leben in Ost- und Westdeutschland und die Zerrissenheit zweier einst zusammengehöriger Staaten zeigt. Die Filme gewähren dem Zuschauer einen Blick auf beide Seiten der Mauer, auf Menschen und Schicksale, auf die Machenschaften des Staates und auf hoffnungsvoll normale Momente, die wie Mauerblümchen im Schatten des Regimes zu stehen scheinen und dennoch Blüte treiben. Blüte, die für grenzenüberwindende Liebe und Freundschaft, Zusammenhalt und Gemeinschaft steht.

Der Zuschauer/die Zuschauerin wird auf eine Reise in die Vergangenheit der deutschen Geschichte mitgenommen, die durch die Mauer bestimmt war. Es geht darum, ein Verständnis für das Leben unter den besonderen Umständen zu schaffen, weshalb zu jedem Film auch eine Didaktisierung vorliegt, die dabei helfen soll, die SchülerInnen auf die Thematik und die geschichtlichen Zusammenhänge vorzubereiten. Ihnen soll eine zeithistorische und sprachliche Vorentlastung geboten werden, sodass sie am Ende den Inhalt des jeweiligen Films besser verstehen und nachvollziehen können.

Das Goethe-Institut Bulgarien lädt Schulklassen (8.-12. Klasse) zu folgenden Filmvorführungen ins Goethe-Institut ein:

Regie: Robert Thalheim
35mm, Farbe, 2011
89 Minuten


Sommer 1988: Die Zwillinge Isa und Doreen dürfen als vielversprechende Nachwuchssportler der DDR ein Trainingslager am Plattensee in Ungarn besuchen. Dort lernen sie zwei Jungs aus Westdeutschland kennen, Arne und Nico. Aus einem Flirt wird Liebe und Arne und Nico schlagen den Schwestern vor, in den Westen zu fliehen. Eine Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht.
Regie: Markus Dietrich
Farbe, 2012/13
83 Minuten


Ein Dorf in der DDR im Herbst 1989: Frederike, die Protagonistin des Films, bastelt mit zwei Freunden und ihrem Onkel Mike an einer Rakete, bis dieser plötzlich weg muss aus der DDR. Er hat einen Ausreiseantrag gestellt und muss innerhalb weniger Stunden das Land verlassen. Frederike versteht die Welt nicht mehr und lässt sich etwas einfallen, um ihn zurück zu holen. Der Film zeigt aus kindlicher Perspektive die letzten Wochen der DDR.
Regie: Wolfgang Becker
Farbe, 2003
120 Minuten


Ostberlin im Herbst 1989: Die Mutter von Alex (Protagonist) liegt nach einem Herzinfarkt im Koma, weshalb sie den Fall der Mauer nicht mitbekommt. Erst ein paar Monate später, im Sommer 1990, wacht sie wieder auf und denkt, sie sei noch immer in der DDR. Ihr Arzt erklärt Alex, es wäre am besten für sie, wenn sie das weiterhin glaube, da jede Aufregung lebensgefährlich für sie sei. So spielen Alex und seine Freunde der Mutter das Weiterleben der DDR vor, bis die Sache auffliegt. Ein Film, der humorvoll das Ende der deutschen Teilung beschreibt.
Anmeldung von Schulklassen

Möchten Sie mit Ihrer Schulkasse eine Filmaufführung besuchen? Dann melden Sie sich bis zum 25. Oktober per E-Mail an: gabriela.radojnov@goethe.de

Die Filme werden im Original mit deutschen Untertiteln gezeigt und eignen sich für Schülerinnen und Schüler ab dem Niveau A2. Wir empfehlen eine Vor- und Nachbereitung des Films im Unterricht durch das didaktisierte Material.

Didaktisierungen

Westwind - Arbeitsblätter
Westwind - Hinweise für Lehrende
Sputnik - Arbeitsblätter 1
Sputnik - Arbeitsblätter 2
Sputnik - Hinweise für Lehrende
Good Bye, Lenin! - Arbeitsmaterialien