Diskussion Provokation als Ansatz in der Kunstausbildung

Das OST-West Fest, April 1990, Berlin © Archiv: Art in Action Association

Di, 05.04.2022

18:30

Goethe-Institut, Bibliothek

Begleitprogramm Funken der Imagination

Das Begleitprogramm zur Ausstellung Funken der Imagination. Auf den Beuys-Frequenzen wird mit einer Performance des Künstlers Kalas Liеbfriеd fortgesetzt, die von den Werke von Joseph Beuys inspiriert ist.

Am 5. April findet in der Bibliothek des Goethe-Instituts Bulgarien ein Gespräch über die Ausbildung im Bereich der bildenden Kunst mit Orlin Dvorianov - langjähriger Dozent an der Abteilung für bildende Kunst der Universität "St. Petersburg" in Sofia - statt. Die Vorlesung findet an der Universität St. Kliment Ohridski statt.

Joseph Beuys betrachtet seine pädagogische Tätigkeit an der Kunstakademie in Düsseldorf als Teil der Idee der sozialen Plastik. Beuys vertrat die Ansicht, dass die Kunsterziehung sich auf das Studium der Natur und der Wissenschaft ausweiten, sich auf Intuition und Experiment stützen und über die mimetische Nachahmung von Formen im Atelier hinausgehen sollte. Boyces Atelier bietet Möglichkeiten zum Experimentieren, ein Diskussionsfeld und ist stolz darauf, den Studenten völlige Freiheit bei der Wahl der Ausdrucksmittel zu lassen.

Das Kunstausbildungssystem in Bulgarien setzt nicht auf riskante und experimentelle Methoden. Es gibt nur wenige Lehrer, die die Schüler dazu anregen, zu experimentieren und nach Ausdrucksmöglichkeiten zu suchen, die über das traditionelle formal-thematische Wissen des jeweiligen Fachgebiets hinausgehen. Seit über 30 Jahren arbeitet und provoziert Orlin Dvorjanov im konzeptionellen Bereich der Installationsformen und der Performancekunst.

Welche Herausforderungen für Lehrer und Schüler heute bestehen, diskutieren wir mit Vera Mlechevska und Orlin Dvorianov.


Mehr Informationen zu den weiteren Highlights des Begleitprogramms zur Ausstellung Funken der Imagination. Auf den Beuys-Frequenzen, die in Kürze erscheinen, finden Sie HIER

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