Altavoz

Altavoz Foto: © Gabriela Fajardo

Nationaltreffen ALTAVOZ vereint 45 Kultur-Akteure mit einem Fokus auf Gender-Initiativen am 13.+14.2.2020 in La Paz

Auf der Grundlage eines landesweiten Mapping und einer Online-Bewerbungsphase des Projekts ALTAVOZ wurden aus 203 Teilnehmer*innen 45 Personen ausgewählt, 5 für jede Hauptstadt der neun Provinzen Boliviens, die zum Nationaltreffen am 13.+14.2.2020 nach La Paz eingeladen wurden. Diese 45 Kultur-Akteure repräsentieren künstlerische und kulturelle Gender-Initiativen. Aus der Vielzahl der eingereichten Vorschläge kristallisierten sich sieben Themenfelder heraus: Gender-Orientierung und öffentlicher Raum, Verbindungen von Forderungen und Einflussnahme öffentlicher Politiken durch Kunst und Kultur, Menschenrechte, Aktivismus, Kunst und Kommunikation; Körper, Feminismus und Maskulinität

ALTAVOZ – erhebe die Stimme für die Geschlechtergleichheit durch Kunst und Kultur -, ist das zweite Projekt des EUNIC Clusters Bolivien, bestehend aus den örtlichen Mitgliedern Goethe-Institut, Abteilung für wirtschaftliche Zusammenarbeit und kulturelle Aktion der französischen Botschaft in Zusammenarbeit mit der Alliance Française und dem spanischen Kulturzentrum.Es ist das erste Projekt, das die Delegation der Europäischen Union in La Paz finanziert. Ziel des Projekts ist die Förderung und Reflexion über Geschlechtergleichheit als Menschenrecht und die Respektierung sexualler Diversitäten im Rahmen des Dialogs mit bolivianischen Zivilgesellschaft Mit Aktivist*innen, Kulturvermittler*innen, Künstler*innen und anderen Institutionen sollen entsprechende Aktivitäten in allen neun Provinzhauptstädten organisiert werden.  

Das Nationaltreffen am 13.+14.2.2020 wird verstärkt durch die Präsenz von Expert*innen aus dem Kunst- und Kulturleben Boliviens mit reichhaltigen Erfahrungen in Gender-Projekten und drei ausländischen Expert*innen: Lillith Border, Kulturvermittlerin, Künstlerin, kolumbianische Geschlechtsumwandlerin, deren Arbeit durchzogen ist von Gender-Begriffen, sexueller Gender-Diversität, Körper und sozialer Bewegung.; Myriam Ponce, angesehene Universitätsdozentin, Spezialistin in mündlicher Erzähltherapie, Kulturvermittlerin und Künstlerin, die Workshops zu mündlicher Erzählung entwirft und koordiniert, die sich der Sichtbarmachung des Rechts auf Identität widmet, dem Respekt vor Diversität und Inklusion, unter anderen zahlreichen Aktivitäten. Und die kanadische Journalistin  Andrée-Anne Coté, die als multimediale Berufsreporterin für den kanadischen Rundfunk CBC arbeitete, bevor sie als freischaffende Journalistin nach Brasilien umzog. Coté verfügt über Erfahrungen in der Organisation von öffentlichen und kulturellen Veranstaltungen in kommunalen, schulischen und anderen institutionellen Sektoren. Ihre Arbeit als Aktivistin begann zunächst in ihrem Land, Kanada, als sie für die Rechte der frankophonen Minderheiten kämpfte und als Verbündete der autochthonen Sache.

ALTAVOZ ist ein von der Delegation der Europäischen Union  finanziertes Projekt , das vom EUNIC Cluster Bolivien organisiert wird.