Vivir Bien
Das gute Leben

Das Goethe-Institut La Paz, die Kulturstiftung der bolivianischen Zentralbank, durch den Museo Nacional de Arte (Nationales Kunstmuseum) und die Konrad Adenauer Stiftung organisieren das Projekt „Vivir Bien“.
 

Das Projekt „Vivir bien – das gute Leben“ entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen den oben genannten Institutionen und dem deutschen Fotografen Andreas Rost. “Vivir Bien” (Sumak kawsay auf Quechua oder Sumak Qamaña auf Aymara) ist ein Konzept der Aymara- und Quechua-Indios, welches  dynamische und konstruktive Beziehungen zwischen Markt, Staat und Gesellschaft zum Inhalt hat. Ziel ist es nicht, das „bessere Leben“, im Sinne von materieller Bereicherung zu erreichen, sondern das „gute Leben“, im Sinne von „harmonisch zusammen leben“. Mit der Verankerung des indigenen Prinzips des „Suma Qamaña“ in der ecuadorianischen Verfassung von 2008 und der bolivianischen Verfassung von 2009 erklären diese Länder seit kurzem die Natur zu einem Verfassungssubjekt und ein - in unserem Sinne - nachhaltiger Umgang mit ihr wird jetzt einklagbar.
Das Vorhaben möchte diese Vision vom „Richtigen Zusammenleben“, dem „Vivir Bien“ in Bolivien künstlerisch, theoretisch und visuell untersuchen. „Vivir bien“ ist ein Ausstellungsprojekt, welches sich mit den Themen Natur, Umweltschutz und Nachhaltigkeit sowie sozialem Wandel, Gerechtigkeit und sozialer Partizipation unter dem Blickwinkel der originären Andenvölker auseinandersetzt. So sollen auf poetische Weise Bildergeschichten, Videos, Tondokumente und Installationen entstehen, die das Konzept von „Sumak Qamaña“ in der lateinamerikanischen Alltagswelt beschreiben.
Die für das Projekt ausgewählten Künstler sind: Marcelo Pérez del Carpio, Alvaro Gumucio Li, Wara Vargas Lara, José Arispe, Anuar Elías Pérez, Glenda Zapata, Sandra de Berduccy, Karin Schulze Benavides (Bolivien); Cristian Kirby (Chile); Mijail Leonardo Vallejo Prut y Geovanny Marcelo Villegas Sánchez (Ecuador);  Viviana Gonzalez y Antonio Castles (Kolumbien); Edgar Moreno y Susana Arvas (Venezuela).
 

Andreas Rost (1966, Weimar) ist Fotograf und arbeitet und lebt in Berlin. Zwischen 1984 und 1985 wurde er in Dresden zum Fotografen ausgebildet. Er studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und Fotografie mit Evelyn Richter und Arno Fischer. 2007 war er Kurator der Ausstellung „Zeitsprung. Erich Salomon, Barbara Klemm“, Institut für Auslandsbeziehungen – ifa. Zudem dozierte er an verschiedenen Universitäten und gab Workshops rund um die Erde.

Michael Biedowicz (1955) begann nach zehnjähriger Tätigkeit als Theaterfotograf am Berliner Maxim Gorki Theater die der Arbeit als Bildredakteur (" Bildende Kunst " "die tageszeitung"  und "Wochenpost" ). Seit 1997 ist er beschäftigt bei der Wochenzeitung  „DIE ZEIT“ und seit 2007 auch Bildredakteur des“ ZEITmagazins“. Des Weiteren arbeitet er als Kurator und Galerist bei pavlov’s dog und ist Mitglied diverser Jurys ( Jurysprecher Deutscher Jugend Fotopreis, PANL - Photographers Association of the Netherlands, Körber Stiftung, Lotto Kunstpreis Berlin / Brandenburg, Leica Oskar Barnack Award). Ebenso ist er Gastdozent bei der MERZ Akademie Stuttgart, an der  Neue Schule für Fotografie Berlin und an der Design Akademie Berlin. 2014 wurde er zum Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) berufen.

José Bedoya  (1958, La Paz, Bolivien). Bedoya Saenz schloss 1983 die Kunsthochschule "Hernando Siles" mit der Spezialität der Malerei ab.Außerdem studierte er Erziehungswissenschaften an der Universidad Mayor de San Andrés. Von der Escuela Diego Quispe Tito in Cusco wurde er zum Ehrendozent ernannt. Er war Dozent für die Fächer Malerei und Kreatives Denken (1990-2006) und Direktor der Academia Nacional de Bellas Artes "Hernando Siles" in La Paz (1996-2004). Er war Direktor der Abteilung für Kulturförderung des Viceministerio de Cultura (2004-2005). Auf verschiedenen Kunst-Biennalen in La Paz und Santa Cruz war er Kurator und Jurymitglied. Zur Zeit ist er Leiter des Museo Nacional de Arte mit Sitz in La Paz. Er lebt und arbeitet in La Paz, Bolivien.

Galo Coca wurde in Bolivien geboren. Er studierte an der Fakultät für Architektur, Planung und Kunst (UMSA) und ist von Beruf Architekt. 2016 arbeitete er als Leiter des Museo Nacional Arte de Bolivia. Zur Zeit ist Professor an der Universidad Católica Boliviana am Lehrstuhl für Grafikdesign. Gleichzeitig ist er im Gatonegroestudio tätig, in dem an neuen Ideen für Fotografie, Design und an der Erstellung von Kunstprojekten gearbeitet wird. Seine Werke wurden in zahlreichen Gruppen- und Einzelaustellungen gezeigt und er nahm an diversen Biennalen, Salones und Kunstwettbewerben in Bolivien teil.
2001 gewann der den zweiten Preis der Architektur Biennale in Bolivien, 2003 erhielt er eine Auszeichnung des Salón Internacional de Arte SIART und 2007 beim Kunstwettbewerb Huari in Bolivien. Im Jahr 2011 gewann er den Preis La Paz  in der Biennale Internacional de Arte SIART. Momentan lebt und arbeitet er in La Paz.

Künstler & Werke

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Der Katalog zur Ausstellung "Vivir Bien/ Buen Vivir - Das gute Leben":

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