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Conexión Humboldt | ГУМБОЛЬДТ-КОННЕКШН
„Humboldt wäre über das Abtauen des Permafrosts sehr empört“

  Foto: Ana Morosowa, Goethe-Institut Novosibirsk

 

Angelina Davydova, Nowosibirsk

 „Humboldt würde sich sicherlich heute mit den Folgen des Klimawandels beschäftigen. Er wäre sehr enttäuscht über die gigantische Freisetzung von Kohlendioxid, die durch das Abtauen des Permafrosts entsteht. Er würde sich wahrscheinlich mit den Problemen befassen, die mit der Förderung von Öl und Gas zusammenhängen; von beidem hängt die russische Wirtschaft sehr stark ab. Wissenschaftler bestätigen, dass der Klimawandel auch in den arktischen Regionen bereits überall im Gange ist. Potenziell ist auch die dortige Infrastruktur davon betroffen, also Wohnhäuser, der Verkehr – alles ist durch das Abtauen des Permafrosts gefährdet. Die Waldbrände sind auch ein sehr aktuelles Thema in Russland. Im Sommer 2010 befand sich Moskau einige Wochen im Smog. In diesem Jahr sind die sibirischen Regionen betroffen – der Umfang der Waldbrände dieses Jahr in Sibirien ist tatsächlich präzedenzlos. Die russischen Wissenschaftler prognostizieren, dass es von diesen Waldbränden immer mehr geben wird. Die Witterungsbedingungen verändern sich, die Feuchtebedingungen verändern sich, es gibt mehr Dürreperioden.“
 

Angelina Davydova ist Wirtschaftswissenschaftlerin und Umweltjournalistin und nimmt seit 2008 als russische Beobachterin an den UNO-Verhandlungen zum Klimaschutz teil. Sie ist Direktorin des Russisch-Deutschen Büros für Umweltinformation und unterrichtet Journalismus an der Universität St. Petersburg.

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