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Andrea Lissoni
„Wahres Zuhause der Künste“

Andrea Lissoni ist ab April 2020 neuer Leiter am Haus der Kunst in München.
Andrea Lissoni ist ab April 2020 neuer Leiter am Haus der Kunst in München. | Foto (Detail): © picture alliance/Sueddeutsche Zeitung Photo/Sebastian Gabriel

Von der Londoner Tate Modern in die bayerische Hauptstadt: Der Kurator Andrea Lissoni ist ab April 2020 neuer Leiter am Haus der Kunst in München.

Von Romy König

Ausstellungshaus in der Krise

Als künftiger künstlerischer Geschäftsführer soll der Südtiroler Andrea Lissoni eine neue Vision für das Haus der Kunst in München entwickeln. Das öffentliche Museum, das sich der zeitgenössischen Kunst verschrieben hat, stellt Ausstellungen, Recherche und Wissensvermittlung in den Mittelpunkt. Lissoni tritt ab April 2020 die Nachfolge des 2019 verstorbenen Okwui Enwezor an. Der studierte Kunsthistoriker und Kulturmanager war zuvor unter anderem am Mailänder Ausstellungsraum Pirelli HangarBicocca beschäftigt; seit 2014 arbeitete er als Senior-Kurator für Film und internationale Kunst an der Tate Modern in London.

Interdisziplinär und einladend

Für seinen Wechsel nach München hat Lissoni bereits ein Konzept im Kopf: „Die Vision, die ich für das Haus der Kunst entwickle, richtet sich an einer zentralen Kraft aus.“ Anlässlich seiner Ernennung im Oktober sagte er vor Journalist*innen: „die Bedeutung zeitgenössischer Kunst und Kultur auf interdisziplinäre Art und in offener, origineller, visionärer, einladender und optimistischer Weise zu teilen“, das Museum als „offenes Haus zu gestalten“, sei sein Anliegen. Er wolle „verschiedene künstlerische Wissensformen und Gegenwartsfragen“ integrieren und auch das „Publikum für zeitgenössische Kunst begeistern“. Er hoffe, dass sich das Haus der Kunst auf diese Weise „weiterhin als wahres Zuhause der Künste behaupten kann“.
Das Haus der Kunst in München hat sich der zeitgenössischen Kunst verschrieben. Es stellt Ausstellungen, Recherche und Wissensvermittlung in den Mittelpunkt. Das Haus der Kunst in München hat sich der zeitgenössischen Kunst verschrieben. Es stellt Ausstellungen, Recherche und Wissensvermittlung in den Mittelpunkt. | Foto (Detail): © picture alliance/Sueddeutsche Zeitung Photo/Johannes Simon

„Ein Gewinn für München“

Lissoni war von einer international besetzten Findungskommission für den Münchener Posten vorgeschlagen worden. In dieser sprach sich auch Nina Zimmer, Direktorin des Kunstmuseums Bern und des Zentrums Paul Klee, für ihn aus: „Lissoni hat die Jury überzeugt mit einer Mischung aus Zurückhaltung und Insistenz, inhaltlicher Integrität und Offenheit, gerade auch weil er eher leise Töne anschlägt und die künstlerische Kraft seines Programms ins Zentrum stellt.“ Für das Haus der Kunst und für die Kunstszene Münchens sei Lissoni ein Gewinn, so Bernd Sibler, bayrischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst und Aufsichtsratsvorsitzender des Ausstellungshauses. Er sei „hervorragend vernetzt“ und „ein renommierter Kurator, der sich den Herausforderungen des Hauses der Kunst im Spannungsfeld von internationaler Strahlkraft und lokaler Verankerung stellen will und kann“.

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