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Gesichter Brasiliens auf dem Berliner Filmfestival

Chão | Landless. Regie: Camila Freitas. Berlinale Forum.
Chão | Landless. BRA 2019. Regie: Camila Freitas. Berlinale Forum. | © Camila Freitas

Auf der Berlinale 2019 laufen zwölf brasilianische Filme, in denen sich die Diversität des Landes spiegelt und die damit den Fokus auf politische und kulturelle Fragen legen.

Von Camila Gonzatto

 Dieses Jahr zeigen die Berliner Bären Gesicht. Auf Plakaten überall in der Stadt halten die, die engagiert wurden, sich damit zu verkleiden, die Masken, die sie normalerweise über den Kopf ziehen, in der Hand. Diese emblematische Geste des Zeigens verborgener Identitäten spiegelt sich in der Auswahl dessen, was auf die Leinwand gebracht wird, mit Produktionen, die unterschiedliche Gesichter der Länder zeigen, aus denen sie kommen.

Das bereits zum 69. Mal stattfindende Festival, das zu den wichtigsten weltweit gehört, pflegt weiterhin seine politische Ader. Zumindest in der Auswahl der Brasilianer lässt sich dies deutlich erkennen. Marighella, das Regiedebüt von Wagner Moura, wird im Hauptprogramm des Festivals zu sehen sein, was dem Film über den von der Militärdiktatur getöteten Aktivisten, auch wenn er nicht im Wettbewerb läuft, mehr Sichtbarkeit geben wird.

Besetzungen und MST

Der Dokumentarfilm Espero tua (re)volta (Your Turn) unter der Regie von Eliza Capai zeigt die Schulbesetzungen in São Paulo im Rahmen von Jugendprotesten gegen die Reform des staatlichen Bildungssystems, die zur Schließung von 90 Schulen führte. Chão (Landless) von Camila Freitas bringt den Kampf der Bewegung der Landlosen (MST) auf einem insolventen Betrieb für die Zuckerrohrverarbeitung in Goiás auf die Leinwand.

Regisseur Marcelo Gomes kehrt auf die Berlinale mit Estou me guardando para quando o carnaval chegar (Waiting for the Carnival) zurück - einem Dokumentarfilm über Arbeiter in einer Jeansnäherei der Stadt Toritama im kargen Hinterland von Pernambuco und deren Verhältnis zum Karneval, eine der wenigen Erleichterungen von der kapitalistischen Dominanz in der Produktionsweise.

Außerdem laufen auf dieser Berlinale der Kurzfilm Rise des Künstlerduos Bárbara Wagner und Benjamin de Burca im Wettbewerb um den Goldenen Löwen sowie die Langfilme Divino Amor (Divine Love) von Gabriel Mascaro, O Ensaio (The Rehearsal) von Tamar Guimarães, Greta von Armando Praça, Querência (Homing) von Helvécio Marins und A Rosa Azul de Novalis (The Blue Flower of Novalis) von Gustavo Vinagre und Rodrigo Carneiro.

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