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Berlinale-Blogger 2019
Identitäten und Zuneigungen auf der Leinwand

La Arrancada. França/Cuba/Brasil, 2019. Direção: Aldemar Matias. Berlinale Panorama.  © Dublin Films
La Arrancada. França/Cuba/Brasil, 2019. Direção: Aldemar Matias. Berlinale Panorama. | © Dublin Films

Greta, Breve historia del planeta verde (Brief Story from the Green Planet) und La Arrancada (On The Starting Line) handeln über persönliche Dramen von Themen wie Achtung und Zuneigung.

Von Camila Gonzatto

Greta, erster langer Spielfilm des Brasilianers Armando Praça, ist eine dramatische Adaptation des humoristischen Theaterstücks Greta Garbo, quem diria acabou no Irajá von Fernando Melo (1973). In dem Film bringt der 70jährige Krankenpfleger Pedro einen verletzten Mann mit nach Hause, der unter polizeilicher Überwachung steht, um seiner Trans-Freundin Daniele, in der Endphase des Lebens nach einem chronischen Nierenleiden, ein Krankenhausbett freizumachen. Zwischen den beiden Männern beginnt sich bei Pedro zu Hause eine Freundschaft voller Zuneigung zu entwickeln. Brillant dargestellt wird Pedro von Marco Nanini. Im Universum des Protagonisten sind menschliche Beziehungen durchdrungen von Achtung und tiefer Einsamkeit. Insgeheim lässt er sich gern Greta Garbo nennen, nach seinem Idol.

Koproduktionen

Zwei brasilianische Koproduktionen sind im Panorama zu sehen. Breve historia del planeta verde des Argentiniers Santiago Loza erzählt die Geschichte von Tania, einer Trans-Frau, deren Großmutter gerade gestorben ist. Sie reist mit zwei Freunden ins Landesinnere. Die Reise führt sie in die Erinnerung an früher erlittene Ablehnung und zu einer Reflexion über Befremden und Alterität, was ihre Freundschaft letztendlich stärkt

La Arrancada des Brasilianers Aldemar Matias wiederum ist ein Dokumentarfilm um Jenniffer, eine junge kubanische Sportlerin, die sich entscheiden muss zwischen einer sportlichen Karriere in Kuba, dem Heiratsantrag ihres Freunds, der in den Vereinigten Staaten lebt, oder weiterzustudieren in einem anderen Land. Mit einer stets nah an den Figuren agierenden Kamera zeigt der Film den Alltag auf der Insel mit all seinen Widersprüchen.

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