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Berlinale Blogger 2018
Zahlreiche Auszeichnungen für brasilianische Filme in Berlin

Las Herderas.  (The Heiresses).
Las Herderas (The Heiresses). | Foto: © lababosacine

Brasiliens Teilnahme an dieser Berlinale war bemerkenswert und führte zu zahlreichen Auszeichnungen, einige davon für Themen wie LGBTQ und Menschenrechte.
 

Die Hauptpreise des Teddy Award für Filme mit LGBTQ-Themen gingen an zwei Brasilianer. Den Preis als bester Spielfilm erhielt Tinta Bruta (Hard Paint) unter der Regie von Filipe Matzembacher und Márcio Reolon. Er erzählt die Geschichte von NeonBoy, einem Jungen, der sich isoliert und von Performances auf einer Website für virtuellen Sex lebt. Der Film erhielt außerdem den Preis der Internationalen Verbands der Filmkunsttheater CICAE. Den Teddy als bester Dokumentarfilm erhielt Bixa Travesty (Tranny Fag), ein Porträt der transsexuellen Sängerin Linn da Quebrada von Claudia Priscilla und Kiko Goifman.
 
Die Dokumentation Zentralflughafen THF des brasilianischen Regisseurs Karim Aïnouz über Geflüchtete auf dem stillgelegten Berliner Flughafen Tempelhof erhielt den Amnesty-Fimlpreis für Filme zum Thema Menschenrechte. O Processo (The Trial) der Regisseurin Maria Augusta Ramos wiederum wurde Drittplatzierter des Panorama-Publikumspreises in der Kategorie Dokumente. Der Film beschäftigt sich mit den Hintergründen des Impeachments gegen Präsidentin Dilma Rousseff. Der Dokumentarfilm Ex-Pajé (Ex-Shaman) von Luiz Bolognesi über das Volk Paiter Suruí im Landesinneren von Amazonien erhielt die lobende Erwähnung der Jury des sektionsübergreifenden Glasshütte-Original Dokumentarfilmpreises.
 
Die brasilianische Koproduktion Las Herderas (The Heiresses) des paraguayischen Regisseurs Marcelo Martinessi erhielt zwei Silberne Bären: die Auszeichnung als beste Darstellerin für Ana Brun und den Alfred-Bauer-Preis für einen Spielfilm, der neue Perspektiven eröffnet. Der Film handelt einfühlsam von zwei Frauen in persönlichen wie finanziellen Krisen. Der Film erhielt außerdem den Preis der Jury der internationalen Filmkritiker- und Filmjournalisten-Vereinigung FIPRESCI sowie den Teddy der Leser der Zeitschrift Mannschaft.
 
In dem schwierigen Moment, den Brasilien zurzeit durchlebt, hat die Berlinale Filme herausgehoben, die sich mit wichtigen Themen beschäftigen, die kontinuierlich von der brasilianischen Agenda gestrichen werden, wie LGBTQ, Indigene und andere. Die Filme kommen vermutlich noch dieses Halbjahr in Brasilien in die Kinos.

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