Isaac Julien
Echos des Südatlantiks

Isaac Julien Thierry Bal

BIOGRAPHIE

Isaac Julien CBE RA ist ein für den Turner Preis nominierter Künstler und Filmemacher. Julien entwirft Multi-Screen-Filminstallationen, die verschiedene künstlerische Richtungen aufnehmen und erzeugt somit eine poetische und einzigartige visuelle Sprache. Er wurde 1960 in London geboren und gilt als eine der wichtigsten Figuren an der Schnittstelle von medialer Kunst und dem Kino von heute. Während seines Studiums der Malerei und Filmkunst an der St. Martin’s School of Art , welches er 1984 beendete, wurde Isaac Julien zum Mitgründer des Sankofa Film and Video Collective, in dem er aktiv von 1983-1992 mitwirkte.
 
Juliens Filmdebut Looking for Langston bescherte ihm eine regelrechte Fangemeinde. Das gefeierte Doku-Drama von 1989 untersucht den Autor Langston Hughes und die Harlem Renaissance. Zu früheren Arbeiten gehört unter anderem Young Soul Rebels (1991), prämiert mit dem Semaine de la Critique Prize auf dem Filmfestival in Cannes. Sein Film Frantz Fanon: Black Skin, White Mask wurde kürzlich vom Britischen Filminstitut neu aufbereitet und schließlich 2017 in einer Blu-Ray-Version erneut veröffentlicht.
 
Mit Arbeiten wie Western Union: Small Boats (2007), was ihm den Charles Wollatson Award 2017 einbrachte, sowie Ten Thousand Waves (2010) und Playtime (2014), hat Julien eine neue Form der Multi-Screen-Installationen geschaffen.
 
Juliens Werk ist in den Sammlungen verschiedener Institutionen rund um den Globus zu sehen; dazu gehören Tate in London, das Museum of Modern Art in New York, das Centre Pompidou in Paris, das Solomon R. Guggenheim Museum in New York, das Zeitz Museum of Contemporary Art (Zeitz MOCAA) in Kapstadt und die Towner Art Gallery Collection in Eastbourne, UK. Die monografische Studie seiner bisherigen Karriere, Riot, 2013, wurde vom MoMA in New York veröffentlicht.