Inventariando: plantas e histórias da Vila
Goethe na Vila

CMS Inventariando_Final
Die Residenz „Inventariando ­­– Pflanzen und Geschichten der Vila“ geht davon aus, dass die Pflanzen auf ihre eigene Weise urbane Probleme wie Abwanderung, Migration, Globalisierung und Widerstand  aufzeigen. Sie wachsen in den Rissen der Ruinen und können einerseits als ein Symbol wachsender Verwahrlosung, aber auch als Symbol für Widerstandsfähigkeit und Transformation erscheinen. Sie stehen für die Wohnkultur, mit der wir Pflanzen in unserem Alltag verbinden, und tragen Erinnerungen und Geschichten an emotionale Bindungen in sich.

Die Künstlerresidenz möchte bedeutsame Geschichten, die uns etwas über diese Bindungen erzählen, miteinander verbinden.  Dazu nehmen wir den heute in der Vila Itororó vorhandenen Pflanzenbestand auf und erfahren im Gespräch mit denjenigen, die die Vila besuchen oder früher besucht haben, wie sich dieser im Laufe der Zeit verändert hat.

Wir werden eine Art „emotionale“  Karte sowie ein Herbarium erstellen und so die entdeckten, gesammelten und gepressten Pflanzen unter Einsatz verschiedener künstlerischer Techniken untersuchen. Wir möchten andere Gedanken und Beziehungen zu den unterschiedlichen Pflanzenarten entwickeln, indem wir die Pflanzen nutzen, um aus ihnen etwas Neues herzustellen. Die hauptsächlich eingesetzten künstlerischen Praktiken sind Collage, Kopien, Frottage, Zeichnungen, und im Mittelpunkt steht – und das ist das Wichtigste – ein offenes Atelier für alle.
 

teilnehmern

Berta de Oliveira Melo
Landschafts- und Stadtplanerin, Architektin

Julia Sayeg Tranchesi
Künstlerin, Architektin und Stadtplanerin

Berta und Julia erforschen mit ihren Arbeiten den urbanen Raum und greifen in diesen ein, in dem sie resiliente Lebensformen in der Stadt deuten.
 

offenne veranstaltungen

Bitte melden Sie sich vorab über den Link an oder seien Sie 10 Minuten vor Beginn der Veranstaltung vor Ort.
Bitte unbedingt geschlossene Schuhe tragen.
Das Atelier ist für die ganze Familie geöffnet! 


Zeichenworkshop: Pflanzen in der Vila
Samstag, 7. April | Von 10:00 bis 13:00
 
Die Pflanzen in der Vila Itororó sind in den Rissen der Gemäuer gewachsen und haben dem Wandel der Stadt standgehalten. Dies haben sie mit den Menschen gemein, die die Vila besuchen oder besucht haben. Alle dortigen Lebewesen, sei es der von Seu João gepflanzte Avocadobaum oder der mobile Schmetterlingsgarten, passen sich an ein Umfeld an, das sich zu einer Baustelle gewandelt hat.

Der Workshop umfasst einen Spaziergang durch die Vila und eine anschließenden Annäherung an die Pflanzen mittels Zeichnungen. Es stehen Zeichenmaterialien zur Verfügung, aber auch eigenes Material ist willkommen. 


Sammlung von Pflanzen und Geschichten der Vila: Schaffung eines Herbariums und künstlerische Experimente
Samstag, 14. April | Von 10:00 bis 13:00
 
Für das Herbarium sammeln und pressen wir stellvertretend für die unterschiedlichen Pflanzenarten Blätter und Blumen. Der Workshop möchte mittels künstlerischer Techniken wie Frottage, Stempel, Frottage und mithilfe von Karteikarten, die mehr bieten als nur botanische Informationen, ein etwas anderes, weniger traditionelles Herbarium schaffen –  eine Art lebendiges Archiv.

Wenn wir den Geschichten derer lauschen, die sich tagtäglich mit Pflanzen beschäftigen, ändert dies unseren Blickwinkel. Was zuvor für uns möglicherweise nichts als Unkraut war, sehen wir nun als Pflanzen, die wir essen, die uns als Medikament dienen bzw. zu denen wir eine emotionale Bindung aufbauen können. 


Gemeinsames Mittagessen und Gesprächsrunde: In den Rissen überleben
Samstag, 21. April | Von 11:00 bis 17:00
 
11h00 - 13h00 | Vorbereitung des gemeinsamen Mittagessens
13h00 - 14h30 | Mittagessen
15hoo | Gesprächsrunde
 
Den Abschluss des Workshops Inventariando: Pflanzen und Geschichten der Vila möchten wir mit einem von Jera Guarani geleiteten gemeinsamen Mittagessen feiern. Aus Pflanzen, die wir in der Vila gefunden haben, und anderen nicht traditionellen essbaren Pflanzen bereiten wir ein Mittagessen zu, mit dem wir auf die Bedeutung alter Pflanzen in der brasilianischen Kultur aufmerksam machen.

Direkt im Anschluss diskutieren wir in einer Gesprächsrunde mit Gabriela Leiras darüber, wie man in einer zeitgenössischen Metropole überleben kann. Ausgangspunkt ist die Frage, inwieweit die politische und künstlerische Ausrichtung der Stadt es ermöglicht, Unterschiede anzuerkennen.

Schließlich werden wir die Ergebnissen vorstellen, die sich mit dem gesamten Prozess befassen, und die im offenen Atelier entstandenen Arbeiten ausstellen.