Praça Kantuta Expandida
Goethe na Vila

Praça Kantuta Expandida Benoit Lorent

Der Praça Kantuta in São Paulo ist Symbol für den Zusammenhalt der bolivianischen Gemeinschaft in der Stadt und an Sonntagen Schauplatz eines Marktes mit musikalischen, gastronomischen und künstlerischen Attraktionen. Die Residenz Praça Kantuta Expandida bringt den Geist dieses Marktes in die Vila Itororó und zeigt den Besuchern ein Stück Bolivien. Die Fotos von Julie Guiches und Benoit Lorent, die als Illustrationen des Buches Bolivia Contemporánea von Elisabetta Andreoli (La Paz: Gattacicova, 2012) dienten, werden als Diashow in Dauerschleife präsentiert. Das Panel „Olhar das Mídia“ zeigt in der brasilianischen Presse veröffentlichte Nachrichten und Reportagen über Bolivien. Es deckt Vorurteile auf und beleuchtet die positiven Aspekte eines verantwortungsbewussten Journalismus.

Offene Veranstaltungen

Geschichtenerzählen
Die Geschichtenerzählerinnen Jobana Moya (Bolivien) und Carla Daniele (Brasilien) erzählen Kindern aus Bolivien und Brasilien jeweils zwei Geschichten aus jedem der beiden Länder. Nach der Veranstaltung gibt es einen brasilianisch-bolivianischen Imbiss für die Kinder.
Datum: Samstag, 14. Juli, 15:00 bis 17:00 Uhr

Werkstatt Einführung in Laserschnitt und 3D-Druck
Werkstatt zu den Grundlagen des Laserschnitts und 3D-Drucks unter Leitung von Gustavo Rodrigues de Andrade. Kantuta, die typischen Blumen der Hochebenen und Symbol Boliviens, dienen dabei als technische Proben. 
Datum: Samstag, 21. Juli, 10:00 bis 13:00 Uhr.
Für diese Werkstatt ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte per E-Mail an: fablab.itororó@itsbrasil.org.br
Maximale Teilnehmerzahl: 15 Personen.
  
Diashow zur bolivianischen Gemeinschaft in São Paulo
Der Soziologe und Fotojournalist Eduardo Schwarztberg präsentiert eine kommentierte Diashow seines fotografischen Werks über die bolivianische Gemeinschaft in São Paulo – Ergebnis seiner Forschungen für seine Masterarbeit an der USP Leste.
Datum: Samstag, 21. Juli, 15:00 bis 16:00 Uhr.
 
Worträtsel
Das linguistische Rätsel beginnt damit, dass auf einer auf einem Stativ befestigten Tafel eine Reihe von Wörtern auf Aymara, Quechua und Spanisch – den drei verbreitesten Sprachen in Bolivien – und auf Portugiesisch gesammelt werden. Die Teilnehmer erhalten Sulfitpapier und einen Stift. Sie werden gebeten, die Wörter aufzuschreiben, die ihnen am besten gefallen und neue vorzuschlagen. Anschließend geben Sie ihre Liste weiter. Zum Ende lesen zwei der Teilnehmer die Listen allen anderen vor. Einer der Autoren des Projekts schreibt die ausgewählten Wörter und ihre Bedeutung auf die Tafel. 
Datum: Samstag. 28. Juli, 16:00 bis 17:00 Uhr
 
Lakitas Sinchi Warmis
Den Abschluss der Residenz bildet ein Auftritt von Lakitas Sinchi Warmis, einer Musikgruppe aus den Anden, die sich aus Einwanderinnen der ersten und zweiten Generation zusammensetzt. Anschließend werden bolivianische Snacks serviert.
Datum: Samstag. 4. August, 15:30 bis 17:30 Uhr

 
Informationen für Besucher:
Wir empfehlen, 10 Minuten vor Beginn der Veranstaltung vor Ort zu sein.
Es sind geschlossene Schuhe erforderlich.
 

 Datenblatt

Entwicklung und Koordenation: Sérgio Régis Martins 
Entwicklung und Produktionsassistenz: Adriana Marcolini
Geschichten für Kinder (Bolivien): Jobana Moya
Geschichten für Kinder (Brasilien): Carla Daniele de Oliveira
Koordination und Betreuung der Musikgruppe Lakitas Sinchi Warmis: Mariela Loreto Pizarro Sippa
Kommentierte Diashow: Ismael Eduardo Schwarztberg Arteaga


Kurzbiografien

Sérgio Régis Martins ist freier Dozent an der FAU-USP. Er ist Autor der Bücher „Gibis trocados“ (1980) und „Interiores afetivos“ aus dem Jahr 2017 (gemeinsam mit Janice de Piero, Fotos von Soraia Pierrot). Als Künstler hat er Videos und Perfomances sowie Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen realisiert.
 
Die Journalistin und Übersetzerin Adriana Marcolini, Doktorin der Philosophie an der USP, hat für die wichtigsten Zeitungen in São Paulo gearbeitet und war als Korrespondentin in Argentinen tätig. Sie forscht für das „Laboratório de Estudos sobre Etnicidade, Racismo e Discriminação“ (Labor für Studien zu Etnizität, Rassimus und Diskriminierung – LEER) der USP im Rahmen des Projekts „Deslocamentos Humanos, narrativas e representações – Brasil Séculos XIX a XXI“.
 
Carla Daniele hat an der Universidade Presbiteriana Mackenzie einen Bachelor in Rechtswissenschaft und an der Fundação Eurípedes Soares da Rocha in Marília (SP) einen Bachelor in Verwaltung abgeschlossen.  Sie war ehrenamtliche Lehrerin an der Escola Estadual Rub Gimenes in Cafelândia, SP und ist im juristischen Bereich tätig. Parallel erzählt sie Kindern Geschichten.

Die bolivianische Einwanderin Jobana Moya ist Mitglied der Humanistischen Bewegung und hat sich 2016 in einem von der Stadtverwaltung von São Paulo angebotenen Kurs zur Geschichtenerzählerin ausbilden lassen. Sie ist Kulturvermittlerin und Gründerin von Equipe de Base Warmis – Convergência das Culturas. Außerdem ist sie Teil der Musikgruppe Lakitas Sinchi Warmis.

Der bolivianische Soziologe und Fotojournalist Eduardo Schwartzberg hat an der Universidade des São Paulo ein Magisterstudium der Kulturwissenschaften abgeschlossen. Der Titel seiner Dissertation lautete: Lógicas Ch´ixi de la migración boliviana em São Paulo, Brasil. Er ist Direktor der Zeitung La Puerta del Sol der Associação de Residentes Boliviano (Vereinigung bolivianischer Residenten).

Mariela Loreto Pizarro Sippa nimmt am Master-Programm „Programa de Pós-Graduação em Integração da América Latina“ (PROLAM) der USP teil. Sie ist Musikerin und Kunstlehrerin mit Schwerpunkt auf künstlerischer Erziehung und Teil des Kollektivs Equipe de Base Warmis – Convergência das Culturas sowie der Musikgruppe Lakitas Sinchi Warmis.