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Über das Projekt

In den vergangenen zehn Monaten haben sich die Interaktionen eines Großteils der Bevölkerung verstärkt auf Bildschirmen abgespielt und der Körper und seine Sinneswahrnehmungen sind dabei in den Hintergrund getreten. Mit den Laboratorien der Sensibilität lädt das Goethe-Institut zu einer Veranstaltungsreihe ein, die unsere Fähigkeit miteinander in Beziehung zu treten, trotz und wegen der momentan erforderlichen räumlichen Distanzierung, in den Mittelpunkt stellt. Vom 28. Januar bis zum 6. Februar findet eine Reihe kostenloser Livestreams, Workshops, Online-Treffen sowie Treffen im Freien unter Berücksichtigung aller notwendigen Hygienemaßnamen statt. Ausgangspunkt ist der Dialog zwischen ästhetischen und ethischen Praktiken von Frauen und ökofeministischem Denken, die in Brasilien in den letzten Jahren vermehrt an Raum und Aufmerksamkeit gewonnen haben. Einige der eingeladenen Künstlerinnen sind bereits in diesen Dialog involviert, andere steigen über eigene Wege in das Projekt ein.

Aber was ist Ökofeminismus? Seit den 1970er Jahren verbindet dieser Zweig des Feminismus die Ausbeutung von Frauen im Patriarchat mit der Ausbeutung der Natur im Kapitalismus. In welcher Wechselbeziehung stehen die beiden zueinander? Ein Bericht der Vereinten Nationen zeigt, dass es die in Armut lebenden Frauen sind, die am stärksten von der Umweltzerstörung betroffen sind, dabei tragen sie selbst am wenigsten zu ihrer Zerstörung bei.

Eine der Sackgassen, in denen sich das ökologische Denken zurzeit befindet, ist der Diskurs, demzufolge die Natur bewahrt, intakt gehalten und von der sozialen und ökonomischen Welt abgeschieden werden muss. Doch mit jeder zu bewältigenden Krise wird die Natur wieder geplündert, wie die Überreste eines Eldorados. Dies geschieht sowohl mit den Wäldern als auch mit unseren Gefühlen, die von Algorithmen erfasst und ausgebeutet werden.

Künstlerinnen, Pädagoginnen, Therapeutinnen und Aktivistinnen experimentieren in den Laboratorien der Sensibilität und laden dazu ein, unsere Sinneswahrnehmungen zu wecken. Es sind weibliche, feministische und teilweise marginalisierte Sichtweisen, welche die Natur um uns herum in den Strömen, Zyklen und Äußerungen des Lebens anerkennen. Die Veranstaltungen stehen allen offen, nicht ausschließlich Frauen, denn wir alle leben diese Ströme, miteinander, atmend, uns ansteckend, füreinander sorgend.

Die 6-tägige, kostenlose Veranstaltungsreihe bringt 24 Künstlerinnen und 4 Kollektive in 15 Online-Aktionen und 5 Veranstaltungen im Freien zusammen, wobei alle aktuell notwendigen räumlichen Distanzierungs- und Hygienemaßnamen berücksichtigt werden.

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