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Neue Welt, neue Ästhetik

Wie können wir in einer Pandemie von globalem Ausmaß Formen künstlerischen Austausches schaffen, die trotz Entfernung und Vermittlung nur durch technische Plattformen kreative Zusammenarbeit sowie neue Ästhetiken ermöglichen? Eine Annäherung an diese Frage ist das Ziel der Initiative Kreative Prozesse über Distanz der Goethe-Institute in Südamerika. Dafür wurden acht Projekte ausgewählt, die im Zeitraum Februar bis April 2021 mit neuen Austauschformaten experimentieren. 

#01 | Dançaremos a distância

Beteiligte: Murillo Basso, Anita Twarowska, Luciana Botelho, Ian Iordanu
Länder: Brasilien, Deutschland

  • artistas dançam em palco vaizo Foto: Élise Scheider
  • uma pessoa dançando Foto: Élise Scheider
  • duas pessoas dançando em um palco Foto: Élise Scheider
  • duas pessoas dançando em um palco Foto: Élise Scheider
  • duas pessoas dançando em um palco Foto: Élise Scheider
  • duas pessoas juntas de costas para a camera Foto: Élise Scheider
Das Projekt untersucht die Distanz und die - scheinbare - Abwesenheit des anderen als Bedingung für den kreativen Tanzprozess. Wenn wir gleichzeitig an zwei Punkten der Welt tanzen, tanzen wir trotz der Distanz im selben Raum? Um dieses Thema zu untersuchen, halten die beiden Künstler während des Projektzeitraums ihre Eindrücke in Briefen, Fotos und Audiodateien fest. Digitale Plattformen sollen möglichst wenig genutzt werden. Aus den Materialien wird eine Komposition entstehen. Auf dem Instagramkanal, der während des Projekts erstellt wird, werden die Künstler über das Projekt in kurzen Ausschnitten dokumentieren. So entsteht am Ende ein Mikrodokumentarfilm über das Experiment.

#02 | Voz en tránsito

Beteiligte: Diana Rangel, Voces Migrantes
Länder: Venezuela, Peru, Argentinien, Ecuador, Chile, Panamá, Kolumbien, Spanien 
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Grafik: Diana Rangel

Voz en transito ist ein Treffpunkt für eine delokalisierte Gemeinschaft. Es wird von der Künstlerin und Psychologin Diana Rangel koordiniert und mit dem Coletivo Voces Migrantes durchgeführt, das seit 2018 mit Migrantengemeinschaften in Peru, Argentinien und Ecuador zusammenarbeitet. Das Projekt besteht aus einem virtuellen Raum, in dem verschiedene Praktiken stattfinden, die die Idee des erweiterten Zuhörens widerspiegeln. Es hat seine konzeptionellen Grundlagen in der bildenden Kunst und Psychologie, es besteht aus “Schreibtischen” über WhatsApp und virtuellen Meetings, in denen der Informationsaustausch auf experimentelle Weise erfolgt. Zu dem Projekt gehört die Entwicklung einer Plattform, die den experimentellen Austausch fördert, einschließlich einer Hörkarte, experimenteller Klangkapseln und eines kollaboratives Dokumentarfilms. 

#03 | ¿Estás aquí?

Beteiligte: Cecilia Bustince, Catalina Figini, Inno Sorsy, Angela Emlise Mansilla, FM Sur 97.3, Radio comunitaria La Paquita 88.9, Radio Municipal Quimivil 98.3, Radio Gama 97.3, Radio comunitaria Famatina 101.5
Land: Argentinien
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Ilustração: Irene Singer


Das Konzept des Projekts basiert auf der Geschichte "Sopa de Piedra": In dieser erscheinen drei Fremde in einem Dorf mit einem Topf und einem Stein. Es gelingt ihnen dank der Großzügigkeit der Dorfbewohner, eine köstliche Suppe zuzubereiten, die sie mit allen teilen können. Die Künstlerinnen und Künstler dieses Projekts werden durch den Austausch mit der Gemeinde und lokalen Radiosendern Lebensgeschichten zusammenstellen, die in einer Erzählung zusammengefasst werden. Sie werden über WhatsApp, Instagram und mit den lokalen Radiosendern zusammenarbeiten und ein Reisetagebuch auf Papier und Multimedia mit aufgezeichneten Interviews, Geschichten, Zeichnungen, grafischen Aufzeichnungen und Soundscapes führen. Die Erfahrung kann über Instagram und WhatsApp begleitet werden und mündet in einen Bericht.

#04 | No existimos

Beteiligte: Vinicius Coelho, André Felipe, Ana Luiza Fortes, Aristeo Mora
Länder: Brasilien, Mexiko
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Foto von ein Kind
Foto: Vinicius Coelho

Das Projekt untersucht die Fiktion in einer Welt, die von Fake News, Verschwörungstheorien und anderen zeitgenössischen Lebensphänomenen dominiert wird, die durch die Covid-19-Pandemie verstärkt werden. Das Ziel ist daher die Erstellung einer interaktiven Website und einer relationalen Theateraufführung. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf dem Austausch zwischen lateinamerikanischen Theaterkompanien, die sich nie persönlich getroffen haben, aber unterschiedliche Affinitäten haben: Ihre Mitglieder wurden Ende der 1980er Jahre geboren und interessieren sich für die Artikulation zwischen Dokument und Fiktion in der Theaterszene. Als zentrale Voraussetzung für ihre Arbeit gilt die Distanz zum Theater.

#05 | Rastrums

Beteiligte: Adriana González Brun, Alejandra Mastro, Joaquín Sánchez, Mónica González, Sonia Cabrera, Alejandra Alarcón, Fátima Martini, Isabel Cisneros, Nydia Negromonte, Patricio Vogel, Paola Spalletti, Sandra Dinnendahl
Länder: Paraguay, Bolivia, Chile, Argentina, Brasilien, Venezuela, England, Schweiz, Mexiko 
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Grafik: Adriana González Brun


Rastrums fördert den Gedankenaustausch und die Suche nach Zufällen in der Vielfalt. In diesem Sinne erstellen die Künstler audiovisuelle Erzählungen in einem gemeinsamen kreativen Prozess. Der Dokumentationsprozess erfolgt durch Aufzeichnen und Notieren von Arbeitstreffen über Zoom. Darüber hinaus werden sie einen Blog mit Ideen, Skizzen, Texten und verschiedenen Bildern auf WhatsApp erstellen. Am Ende werden der Prozess und die fertigen Arbeiten auf Instagram und Facebook veröffentlicht.

#06 | Collage 3+8

Beteiligte: Diego Prosen, Juanito Jaureguiberry, Pat Cividanes
Länder: Brasil, Argentinien 
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Collage mit verschiedene Elemente
Grafik: Patricia Cividanes

COLLAGE 3 + 8 ist ein künstlerisches und experimentelles Projekt, bei dem die Collagen von drei Künstlern dokumentiert werden, die in acht Begegnungen entstehen. Die Gruppe wird Instagram und eine Website nutzen, um den kreativen Prozess bekannt zu machen. Am Ende werden die Werke im Internet zum Verkauf angeboten, wobei die Gewinne an soziale Organisationen beider Ländern gehen. Der kreative Prozess wird durch Videoaufnahmen in Zoom und Instagram und durch die Produktion einer Minidokumentation festgehalten.

#07 | Viajar caminando

Beteiligte: Claudia Carreño, Andrés Nazarala
Länder: Chile, Argentina
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Paar Schuhe
Foto: Andrés Nazarala


Die Umweltkrise fordert uns auf, über andere Formen von Mobilität nachzudenken. Daher erinnert das Projekt an die Geschichte von Werner Herzog in „From Walking on Ice“, als er 900 Kilometer zurücklegte, um die Kritikerin Lotte Eisner zu treffen. Die Teilnehmer werden eine virtuelle Simulation einer 1.500 Kilometer langen Wanderung zwischen Argentinien und Chile durchführen. Dazu verwenden sie eine Website, auf der sich eine Karte befindet. Sie verwenden ein Telefon-App, um die täglichen Stopps zu bestimmen. Die Erfahrung wird in einem Blog erzählt. Die Künstler hoffen, dass jeder nach dieser virtuellen Reise motiviert ist, sie nach Ende der Pandemie real zu machen, und so den Kontrast einer vielschichtigen Geschichte erleben, in der sich Realität und Fiktion annähern.

08# | Creatilandia

Beteiligte: Fabián Barros, Déborah Szwedzki; Universidad ORT Uruguay.
Land: Uruguay
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Print screen von Minecraft
Imagen de Egnez en Pixabay

Das Projekt fördert den hierarchiefreien Austausch zwischen Künstlern an der Schnittstelle von kollaborativem Design, Gamification und virtuellen Umgebungen. Der kreative Prozess wird in einer Minecraft-Umgebung stattfinden. Dabei wird die Teilnahme von Personen mit unterschiedlichen Profilen angestrebt, diese werden über Avatare interagieren. Ziel des Experimentes ist es, Vorschläge für integrative, sichere und belastbare Städte zu generieren, die im Einklang mit SDG11 - Nachhaltige Städte und Gemeinden stehen. Der Prozess wird auf Twitch und per Streaming geteilt und dokumentiert.

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