Projekte 2019/20

Das Projekt Echos des Südatlantiks fragt nach dem Potenzial der südatlantischen Beziehungen und nach der zukünftigen Rolle Europas, und es sucht mögliche Antworten in verschiedenen Disziplinen, Räumen und Zeiten. Mit dem Projektfonds unterstützt das Goethe-Institut künstlerische Projekte, die 2019 und 2020 umgesetzt werden.

 

COLOMBIAFRICA Traduccion - BILLETE CON BENKOS Y BATATA. Lucas Silva

COLOMBIAFRICA Traduccion

Das Projekt will Theorien afrikanischer Intellektueller an die breite Bevölkerung Kolumbiens vermitteln. Afrokolumbianische Musik und Volkskultur sollen einen Süd-Süd-Dialog entstehen lassen.



 

I've seen your face before Oscar Murillo, Horizontal Dialogues 2018

I've seen your face before

“I've seen your face before” („Ich habe dein Gesicht schon einmal gesehen“) ist eine transdisziplinäre Plattform, der es darum geht, wie verflochtene Geschichten Räume schaffen können, in denen nicht nur über das, sondern vor allem mit dem geforscht wird, was historisch unterbrochen wurde oder in der Gegenwart noch nicht möglich ist. Das Projekt ist offen für kollektive Strategien, Diskurse und Praktiken, die den Weg ebnen für Debatten in der Kunst und ihren Institutionen und darüber hinaus.



 

Lift-Projekt - The Roof by Requardt & Rosenberg, part of LIFT 2014 The Roof by Requardt & Rosenberg, part of LIFT 2014 © Paul Hampartsoumian

Lift-Projekt: NIGHT LIFT

NIGHT LIFT („Nächtliche Mitfahrgelegenheit“) präsentiert internationale Queer-Performances von Drag- und Trans-Künstlern, bildenden Künstlern, Live-Künstlern, Videokünstlern sowie von Künstlern aus dem Alternative Cabaret und dem Theater. NIGHT LIFT ist eine Reaktion auf das politische Klima in Brasilien und anderen Ländern des Südatlantiks. Das Projekt hinterfragt allgemeine Vorstellungen und Tabus in den Bereichen Gender-Politik, staatliche Unterdrückung, Rassismus, Armut, Identität in der Diaspora und Postkolonialismus



 

Listening to the Echoes of the South Atlantic Manthia Diawara, "La Pensée Archipélique", 2019

Listening to the Echoes of the South Atlantic

Listening to the Echoes of the South Atlantic („Auf die Echos des Südatlantiks hören“) ist ein zweiteiliges Projekt, das aus einem Seminar und einer multidisziplinären, klangbasierten Ausstellung besteht. Bei beiden geht es um eine aktive Reaktion auf die vielen Fragen, die bei der ersten Echos-Konferenz aufgeworfen wurden. Das Projekt unterstreicht, wie wichtig es ist, in den Begriffen von Glissant über die Echo-Welt nachzudenken, die Welt, in der die Dinge miteinander resonieren.



 

Radical Citizenship - The Showroom Summit Rebolución Bolivariana v2 TRICONTINENTAL

Radical Citizenship: The Showroom Summit - Elvira Dyangani Ose

Radical Citizenship - The Showroom Summit („Radikales bürgerliches Engagement - Gipfeltreffen im Ausstellungsraum“) ist ein einjähriges, transdisziplinäres Programm mit Ausstellungen, Performances und Workshops. Zum Abschluss beschäftigt sich ein internationaler Gipfel mit gesellschaftspolitischen, theoretischen und künstlerischen Prozessen zur Neuerfindung der Behörden- und Selbstverwaltung innerhalb der gegebenen Kontexte in unseren Städten von heute.



 

Rethinking the aesthetics of the colony Studio Musa M. Mattiuzzi: Hirosuke Kitamura - Salvador, Bahia, Brazil - 2016

Rethinking the aesthetics of the colony

Rethinking the Aesthetics of the Colony („Überdenken der Ästhetik der Kolonie“) besteht aus zwei Künstlerresidenzen mit geschlossenen Sitzungen, öffentlichen Programmen und einer abschließenden Ausstellung. Das Projekt wird von drei afrobrasilianischen Künstlern und Forschern organisiert und durchgeführt, die kritisch herangehen an die ästhetischen und ethischen Fragen zu Studien über Philosophie und schwarze Performance. Was entsteht aus flüchtiger Planung? Was sind die ökonomischen Auswirkungen von Vertreibung heute? Wie kann sich Vertreibung auf schwarze Performance auswirken?



 

Sites of Extraction - Tea is served NDIDI DIKE

Sites of Extraction: Tea is served - Ndidi Dike

Diese Konstellation (Installation/Ausstellung) arbeitet mit einer Vielfalt von Medien, mit dem Geruchssinn und fotobasierten Medien und will einen Dialog schaffen über die Auswirkungen der Kolonisierung, der die Vergangenheit und Gegenwart von Afrika, Europa und Brasilien mit einbezieht.



 

The Carnival Trilogy Carnaval da Vitoria_Luanda 1978

The Carnival Trilogy

António Ole ist einer der wichtigsten Künstler Angolas. Er wurde hauptsächlich für seine Bildende Kunst bekannt, während seine filmischen Arbeiten eher unbekannt sind. Ein wichtiges Filmprojekt ist seit den frühen 1980ern unvollendet: seine Carnival Trilogy („Karneval-Trilogie“). Im ersten Teil der Trilogie ging es um den ersten Karneval in Angola nach der Unabhängigkeit (1977), der zweite ist ein unfertiger Dokumentarfilm über den Mardi Gras in New Orleans, der dritte Teil wird zum Karneval in Bahia gedreht. Dieses Projekt wird die Trilogie abschließen und die Filme einem breiteren Publikum zugänglich machen. Team: António Ole, André Cunha, Nadine Siegert / iwalewabooks.
In Zusammenarbeit mit dem Iwalewahaus der Universität Bayreuth.
 



 

Wombs of the Atlantic Rainforest Anita Ekman and Ana Mesquita. Parque Nacional da Serra da Capivara, 2018

Wombs of the Atlantic Rainforest

Wombs of the Atlantic Rainforest („Schöße des Atlantischen Regenwalds“) ist eine Zusammenstellung von prähistorischen Felsbildern, Körperbemalungen und der Arbeit von Forscherinnen im Nationalpark Serra da Capivara, mit der historischen Migration, den Erzählungen der Guarani-Indianer im Atlantischen Regenwald und ihrer Resilienz gegenüber kolonialem Kapitalismus. Es ist ein einzigartiger Blick auf Kunst in Südamerika, der zu Performances führt, die sich mit Territorien, Zeiten und Menschen beschäftigen, um die historische Hauptrolle von Frauen in Kunst und Widerstand zu betonen. Ein Initiative von Anita Ekman und Amilcar Packer, gemeinsam mit Künstlern wie Cristine Takuá, Sandra Benites, Carlos Papa, J. Freg Stokes.

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