Über das Projekt

#adançaquefalta enTocar Danças

Höchstwahrscheinlich wird die Pandemie auch im Jahr 2021 unser Leben und unseren Drang nach künstlerischer Kreativität und Fürsorge bestimmen. Die Künste spielen, mit ihrem Potential, Leben zu erzeugen, Nähe und Distanz zu vermitteln und die Komplexität von Affekten, Erinnerungen und Vorstellungen aufzunehmen, eine fundamentale Rolle in der Wahrnehmung, Mobilisierung und Organisation der Gesellschaft.

Das Projekt EnTocar Danças _ Perspektiven der Einschränkungen 2020/2021 lädt elf Künstler_innen aus Rio de Janeiro ein, ihre Tänze und ihre physischen und symbolischen Territorien zu mobilisieren, um eine künstlerische Residenz inmitten einer Periode sozialer Distanzierung mitzugestalten - einen Raum der Andersartigkeit, des Willkommen-Heißens und des Lernens, in dem man tanzend Möglichkeiten der Präsenz, der Begegnung und der Produktion erforscht. Das Verb "enTocar" (einbuddeln) taucht nicht als eine selbstbezügliche Bewegung auf, sondern als eine Aufforderung, gemeinsam auf die Realität zu reagieren, als ein Akt der "Stille" und der Verbindung, um eine Begegnung zu ermöglichen.

Als erstes Tanz-Residenzprogramm des Goethe-Instituts Rio de Janeiro, entwickelt sich EnTocar Danças_perspectivas da falta 2020/2021 als Plattform zum Zuhören und zur Artikulation verschiedener kreativer, politischer und affektiver Produktionsweisen. Neben der virtuellen Residenz wird das Programm einige der Anliegen der teilnehmenden Künstler:innen in einer Serie von zehn Mini-Dokumentarfilmen teilen, die auf der Website und den sozialen Netzwerken des Projekts und des Goethe-Instituts Rio de Janeiro veröffentlicht werden.

Über die sozialen Netzwerke lädt das Projekt auch die Öffentlichkeit und andere Künstler_innen ein, über Einschränkungen des Tanzens im Alltag nachzudenken. In Anbetracht der Komplexität und Vielfalt der Realitäten besteht die Idee darin, einen Beitrag zu den Diskussionen über Tanz zu leisten, und zwar durch Bewegungen, Sprechen und Aktionen derer, die seine Vitalität garantieren. Die Einladung besteht nicht nur darin, eine Plattform für die Verbreitung von künstlerischen Arbeiten zu sein, sondern auch darin, "Prozesse", "sensible Anliegen" und "Reflexionen" über Orte des Tanzens zu teilen, die sich im Hier und Jetzt erneuern, auch wenn das Jetzt teilweise oder ganz von der bis dahin praktizierten Geste des Tanzes entfernt ist.

Egal, ob von der Straße, von der Bühne, aus der Schule, aus der Periferi, der Aldeia oder von zu Hause aus, teilen Sie etwas von Ihren Tanzprozessen mit uns und helfen Sie, einen Austausch zwischen künstlerischen Prozessen zu erzeugen. In Zeiten der Isolation, Polarisierung und Reduzierung der Lebensinhalte ist EnTocar Danças eine breite und uneingeschränkte Einladung an alle, die die Berührung wünschen und zulassen. Willkommen!

Impressum

Artists in residence ::: Anani Sanouvi, Carmen Luz, Conceição Carlos, Flávia Meireles, Jéssica Castro, João Carlos Ramos, Juliana Melo, Moira Braga, Taísa Machado, Viní Ventania und Vitória Jovem.

Künstlerische Koordinierung ::: Maurício Lima und Thaís Chilinque

Kuratorium ::: Fábio Costta, Maurício Lima und Thaís Chilinque

Videos ::: Iná

Produktion ::: Nely Coelho/Ginja Filmes

Design und soziale Medien ::: Rodrigo Menezes

Realisierung ::: Goethe-Institut Rio de Janeiro

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