Hausbesuch
Jordi Puntí

„Ich war unterwegs an einen unbekannten Ort, auf der Suche nach einer Geschichte, und zugleich saß ich still und schaute mir die Landschaft an.“
Aus: Jordi Puntí, Hausbesuch
 

Jordi Puntí
Jordi Puntí | © Stefanie Kremser

Jordi Puntí, 1967 geboren, lebt in Barcelona. Er ist Schriftsteller, Journalist und Übersetzer. Zunächst veröffentlichte er die Kurzgeschichtenbände Pell d’armadillo (1998) und Animals tristos (2002, Erhöhte Temperatur 2007), bevor 2010 sein Debütroman Maletes perdudes (Die irren Fahrten des Gabriel Delacruz 2013) erschien. Dieser wurde in 16 Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet – u.a. mit dem Kritikerpreis der katalanischen Literatur und dem Lletra d’Or. Zuletzt erschien Els castellans (2011). Der Band umfasst mehrere Artikel, die die Beziehungen zwischen katalanischen Kindern und Immigranten, die neu in einer katalanischen Industriestadt ankommen, in den 70er Jahren behandeln.

Jordi Puntí schreibt regelmäßig für El Periódico und für das Kulturmagazin L’Avenç und übersetzt Autoren wie Daniel Pennac oder Paul Auster ins Katalanische.
 

Nachgefragt

Was für einen Eindruck haben Sie von Ihren Hausbesuchen und dem Projekt?
 
„Jeder hat eine Geschichte zu erzählen, oder mehr als eine. Wenn man mit einem Fremden spricht, findet man ganz leicht Wörter, vielleicht ohne die Schwere der Vergangenheit. Das ist es, was ich an „Hausbesuch“ so mag: Indem ich neuen Leuten begegne, sie in ihrem Zuhause besuche und Zeit mit ihnen verbringe, kommen Lebensgeschichten ganz frisch und neu zu Tage – und dabei auch immer etwas Unerwartetes, vielleicht eine Überraschung. Wir bestehen aus Geschichten und wir haben das Bedürfnis, diese anderen weiterzuerzählen.“



 
  Jordi Puntí
 

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