Literaturfestival IV Rio Poetry Slam - Deutsche Teilnahme am Literaturfestival FLUP

Flup Divulgação / Flup

Auftritt der deutschen Slammerin Faten El: 12.11 um 16 Uhr

Rio Poetry Slam

ONG Novo Horizonte
Av. Presidente João Goulart, 290
Vidigal

Ausscheidungsrunde der Gruppe B mit Faten El (Deutschland), Jennifer Falú (USA), José Anjos (Portugal) und David Novoa (Peru)

Seit der ersten Ausgabe im Jahre 2012, fördert die FLUP den Austausch zwischen Autor*innen und Leser*innen aus ganz Brasilien und der restlichen Welt. In diesem Jahr gibt es die 6. Ausgabe, bereits mit dem Excellence Award in der Tasche, welcher von der London Book Fair erteilt wird. Das Projekt wurde von Júlio Ludemir und Écio Salles ins Leben gerufen, um die Herausbildung von Nachwuchsautor*innen und Leser*innen aus den Randgebieten der Großstädte Brasiliens zu ermöglichen. Bereits in seiner ersten Ausgabe in der Favela Morro dos Prazeres wurde diesem Projekt der Prêmio Faz Diferença („Mache den Unterschied-Preis“) von der brasilianischen Zeitung O Globo verliehen. Danach wurde das gleiche Format, ebenfalls mit großem Erfolg, in den Stadtvierteln Vigário Geral, Mangueira, Babilônia und Cidade de Deus umgesetzt. Die Autorenausbildung im Rahmen der FLUP erreichte bereits die Veröffentlichung von 10 Büchern und entdeckte schon mehr als 100 Autoren und Autorinnen aus den Peripherien. Bisher wurden die brasilianischen Autoren Lima Barreto, Waly Salomão, Abdias Nascimento, Nise da Silveira und Caio Fernando Abreu geheert. Der Dramaturg, Schauspieler und Aktivist Oduvaldo Vianna Filho (1936-1974), auch Vianinha genannt, ist der Autor, der dieses Jahr von der FLUP geehrt wird. Die FLUP wird mehr als 40 nationale und internationale Schriftsteller*innen empfangen um mit ihnen über Themen, wie Rassismus, soziale Netzwerke, Gender-Fragen, Politik, Sklavenarbeit und wissenschaftliche Erkenntnisse zu diskutieren.

Das weitgefächerte Programm betrachtet genauestens die geographischen und sozialen Peripherien, also in welchen Dimensionen Menschen ausgegrenzt leben. 

Poetry Slam ist der besondere Fokus des Programms
 
Vom 10. bis zum 15. November findet in der Favela Vidigal die vierte Ausgabe des Rio Poetry Slam statt, dem größten Poetry Slam der Stadt, in welchem die Teilnehmer ohne den Einsatz von audiovisuellen, szenischen oder figurativen Mitteln, mit Performance von maximal drei Minuten, ihr Werk verteidigen. Das Programm ist eine Partnerschaft der FLUP mit dem Kollektiv Núcleo Bartolomeu de Depoimentos, welches sich für eine Ausweitung des Hip-Hops als Ausdrucksform einsetzt.

Die Schauspielerin, Moderatorin und Slammerin Roberta Estrela D'Alva organisierte in São Paulo den ersten Poetry Slam Brasiliens. Mit dem besonderen Anliegen, die Vielfältigkeit der Welt zu präsentieren, lädt sie stets Poeten und Poetinnen aller Geschlechter, Hautfarben, Altersgruppen und Glaubensrichtungen ein. Bisher war sie sowohl die Kuratorin als auch der Slam-Master des Poetry Slam der FLUP. Künstler_innen aus 16 Ländern, eine davon ist Deutsche, werden an diesem Dichter-Wettkampf antreten. Es wird ein wahres babylonisches Sprachgewirr mit Gedichten auf den sechs gängigsten Sprachen der westlichen Welt, sowie Geschichten aus den unterschiedlichsten Realitäten aus Europa, Afrika und den drei Amerikas. Ihre Performances, welche von einzelnen Publikumsteilnehmern beurteilt werden, wurden zu einem wichtigen Veröffentlichungsinstrument der Dichtkunst auf den vier Ecken der Erde, und zogen sowohl Autoren als auch Leser aus sozial benachteiligten Stadtvierteln in diese Szene. Im ersten Jahr, das in der Favela „Mangueira“ stattfand, gewann der Brite Keith Jarrett, dicht gefolgt von dem Franzosen D' de Kabal, vor dem Portugiesen Diaphra und dem Brasilianer Samuel Borges. Im zweiten Jahr, in der Babilônia-Favela, gewann João Paiva aus dem brasilianischen Staat Minas Gerais, nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Nordamerikanerin Porsha O.
 
Die deutsche Slammerin Faten El-Dabbas, oder auch Faten El, nimmt dank der Partnerschaft mit dem Goethe-Institut, am 12. November um 16:00 Uhr, zusammen mit anderen Künstlern wie Jennifer Falú (USA), José Anjos (Portugal) und David Novoa (Peru) an der FLUP teil.
 
Faten El-Dabbas, 27, ist Deutsch-Palästinensische Spoken Word Künstlerin aus Berlin. Sie hält an ihren Wurzeln fest, auch wenn sie schreibt. Ihre Texte sind gesellschaftskritisch gefüllt mit Emotionen für ein differenziertes Meinungsbild in Deutschland.
 
2016 hat sie ihr Studium in Politikwissenschaften (Master of Arts) abgeschlossen und ihr erster Gedichtband "Keine Märchen aus 1001 Nacht" wurde zweisprachig in Deutsch und Arabisch veröffentlicht.
 


Wo: ONG Novo Horizonte
Av. Presidente João Goulart, 290 – Vidigal
22452-260
Eintritt frei
Facebook-Seite des FLUP
Facebook-Seite der Slammerin Faten El

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