Stipendium Stipendium FÜR BILDENDE KUNST

Bolsa de Pesquisa Curatorial Brasil-Alemanha-França 2021

Mo, 14.06.2021 -
Fr, 06.08.2021

Stipendium für die kuratorische Forschung Brasilien-Deutschland-Frankreich 2021

Das Goethe-Institut und die Kulturabteilung des Generalkonsulats Frankreich in Rio de Janeiro eröffnen eine Ausschreibung  für das Stipendium für die kuratorische Forschung Brasilien-Deutschland-Frankreich 2021 an. Das Angebot richtet sich an KuratorInnen und KuratorInnen-Kollektive in der bildenden Kunst aus ganz Brasilien mit höchstens 10 Jahre Berufserfahrung. Die Anmeldung ist bis zum 6. August geöffnet.

Der Preis besteht aus der Beauftragung einer Forschungsmaßnahme und der anschließenden Durchführung eines Abschlussprojekts, das die Zusammenarbeit in Brasilien, Frankreich und Deutschland einbezieht. Das Hauptziel dieses Stipendiums ist, den kulturellen Austausch unter Agenten und Kunsteinrichtungen in den genannten Ländern zu fördern und zur Weiterbildung von KuratorInnen , die in den ersten 10 Jahren ihrer Karriere sind, beizutragen.

Wenn auch kein verbindliches Thema für das eingereichte Material besteht, wählte diese dritte Ausgabe des Stipendiums für kuratorische Forschung Brasilien-Deutschland-Frankreich eine Bezeichnung, die für die grundsätzlichen Werte dieser Initiative steht: Netwerke und Allianzen für eine kommende Welt. Mit dem Titel, der teilweise an das Buch “Gibt es eine kommende Welt? Essays über Ängste und Enden” von Eduardo Viveiros de Castro und Déborah Danowski (2019) angelehnt ist, will der Preis zu Projekten inspirieren, die durch den Aufbau von Netzwerken, Allianzen und Kooperationen darüber reflektieren, wie die Kollektivität für bessere Lebensbedingungen sorgen kann. Willkommen sind Projekte, die das Konzept der kuratorischen und institutionellen Praxis erweitert – durch den Aufbau von Systemen, die alternative Formen von Wissen und Austausch aufwerten, den Aufbau von Gemeinschafts- und Kooperationssystemen, die Suche nach anderen Globalsierungsformen und die Bearbeitung von Aktivitätsmodellen, deren Zweck es ist, die Reproduktion der Kolonialität zu bremsen.

Da das Hauptziel der Preisverleihung die Beschleunigung von Partnerschaftsbildung unter Kulturagenten in Brasilien, Frankreich und Deutschland ist, sollen die eingereichten Vorschläge die Wichtigkeit der transkulturellen Zusammenarbeit für die Entstehung von Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit unterstreichen. Jedes Projekt muss zwingend aber nicht ausschließend die Zusammenarbeit in Brasilien, Frankreich und Deutschland einbeziehen. Eventuelle Partnerschaften mit anderen Regionen können nach Bedarf miteinbezogen werden. Anders als in den vorigen Jahren, wird diese Ausgabe aufgrund der Covid-19 bedingten Einschränkungen vollständig online und ohne Auslandsreisen stattfinden.

Um sich um den Preis zu bewerben, sollen KandidatInnen ein PDF-Dokument einreichen, das Folgendes beinhaltet: Absichtserklärung (1 Seite), Lebenslauf (1 Seite), das kuratorische Forschungsprojekt (bis zu 3 Seiten) und den Vorschlag für die abschließende Aktivität in Rio de Janeiro als Ergebnis dieser Forschung (bis zu 2 Seiten). Es wird empfohlen, die Vorschläge so zu formulieren, dass diese die Verbindung zwischen den von diesem Stipendium angebotenen Gelegenheiten und den Besonderheiten ihrer Praxis als KuratorInnen darstellen. Wichtig ist, dass die Bewerbungen einen Leitfaden mit Angaben der Einrichtungen und Agenten des Kunstsystems in Frankreich und Deutschland, mit denen sie arbeiten möchten, beinhalten. Bewerbungen sollen auch auf Einrichtungen, Verbände und unabhängige Stellen in der Stadt Rio de Janeiro hinweisen, mit denen die BewerberInnen Partnerschaften für das abschließende Projekt bilden möchten. Die Vorlage einer Einverständniserklärung dieser Einrichtungen ist bei der Bewerbung nicht erforderlich. Fachkräfte, die mit dem Goethe-Institut und der Kulturabteilung des Generalkonsulats Frankreich in Rio de Janeiro zusammenarbeiten, können bei der Kontaktaufnahme und den Empfehlungen für die von der ausgewählten Bewerbung vorgeschlagenen Partnerschaften sowohl in der Forschungs- wie in der Produktionsphase behilflich sein. Die Durchführung der Forschung und die Entwicklung des abschließenden Projekts werden vom Kurator Bernardo Mosqueira begleitet, der diese Ausgabe des Stipendiums für die kuratorische Forschung Brasilien-Deutschland-Frankreich 2021 berät.

Das Stipendium für die kuratorische Forschung Brasilien-Deutschland-Frankreich 2021 bietet einen Preis in Höhe von R$ 30.000,00 für die Durchführung der Forschungsphase an. Die Forschungsphase sollte bis zum 30. November 2021 abgeschlossen sein. Wer ausgewählt wird, ist auch für die Verwaltung der Stipendienmittel entsprechend dem Bedarf seines/ihres Projektes verantwortlich. Zu dem Stipendium wird außerdem ein Budget von R$ 30.000,00 zur Verfügung gestellt, um die abschließende Aktivität 2022 umzusetzen. Diese kann in unterschiedlichen Formen gestaltet werden, z.B. Ausstellungen, Seminare, Publikationen, Webseiten, Studiengruppen und andere gemischten Formate des Wissensaustausches. Es bleibt dem/der Ausgewählten überlassen, auch an andere Methoden und Formen zu denken, die seiner/ihrer Forschung und seinem/ihrem Interesse angemessen entsprechen. Das Projekt soll einen öffentlichen Onlinevortrag über das Werk nach der Eröffnung oder dem Auftakt des Projektes vorsehen. Die organisierenden Einrichtungen werden bei der Bewerbung und Realisierung der Abschlussaktivität helfen, worüber in einer künftigen Phase der Projektgenehmigung diskutiert werden soll.

Die Forschung sollte vom 1. September 2021 bis zum 30. November 2021 durchgeführt werden. Am Ende dieser Zeit muss ein Aktivitätenbericht (max. 5 Seiten)  vorgelegt werden, bei dem die Maßnahmen beschrieben werden, die während der Forschungsmonate entwickelt wurden. Das Abschlussprojekt sollte 2022 in Rio de Janeiro durchgeführt werden, an einem von den Beteiligten definierten Termin.

Zeitplan der Bewerbung:

Bewerbungsphase: 14. Juni - 6. August 2021.

Bekanntmachung des Ergebnisses: 23. August 2021


Bewerbungen:

Die Bewerbungsunterlagen sollten in einer einzelnen PDF-Datei mit folgendem Inhalt eingereicht werden:
 
  • Absichtserklärung (Vorstellung des kuratorischen Vorschlages und der Beweggründe für die Durchführung der Forschung  - 1 Seite);
 
  • Lebenslauf (Beschreibung der beruflichen Erfahrung - 1 Seite);
 
  • Kuratorisches Forschungsprojekt (inklusive Einleitung, Begründung, Methodologie und Zeitplan, unter Angabe der Schritte und der Dynamik des Forschungsprozesses - max 3 Seiten);
 
  • Vorgeschlagene Abschlussaktivität (einleitende Beschreibung der öffentlichen Veranstaltung, die nach der Forschungsphase stattfinden soll - max 2 Seiten).

Voraussetzungen für die Bewerbung:

Das Forschungsprojekt soll vom Autor/von der Autorin erstellt, unveröffentlicht und realisierbar sein;
BewerberInnen müssen in Brasilien wohnen, volljährig  und mindestens 18 Jahre alt sein;
Es ist wünschenswert, dass BewerberInnen Grundkenntnisse der deutschen und/oder französischen Sprache haben, oder alternativ der englischen Sprache.
BewerberInnen sollen in der Lage sein, Erfahrung in kuratorischer Forschung nachzuweisen.


Bewertungskriterien:
  • Klarheit der Projektvorstellung;
 
  • Aktualität, Konsistenz und Relevanz des Forschungsprojekts;
 
  • Innovation als kuratorische Praxis;
 
  • Zusammenhang zwischen Forschungsprojekt, vorgeschlagenem Abschlussprojekt, dem in dieser Ausschreibung beschriebenen Thema und der kuratorischen Praxis des/der jeweiligen Bewerbers/Bewerberin;
 
  • Realisierbarkeit der Forschung und der vom/von der Bewerber/in vorgeschlagenen Abschlussaktivität.

Bedingungen:
  • Es werden zwei Vereinbarungen zwischen Bewerber/in und dem Goethe-Institut bzw. Bewerber/in und der Kulturabteilung des Generalkonsulats Frankreich in Rio de Janeiro unterschrieben (die Bedingungen der zweiten Phase werden nach Vorlage des Abschlussberichtes in einer nachträglichen Vereinbarung definiert);
 
  • Wird das vorgeschlagene kuratorische Projekt nicht vollständig erfüllt, so hat dies eine Strafe in Höhe der vollständigen Rückerstattung der erhaltenen finanziellen Mittel zur Folge.

Bewerbungsablauf | BewerberInnen sollen ihre Bewerbungsunterlagen an die E-Mail convocatoriafrancoalema@gmail.com vom 14. Juni bis zum 06. August 2021 (bis 23.59 Uhr Brasilia-Zeit) in Form einer einzelnen digitalen Datei in PDF-Format mit folgendem Inhalt zusenden: Absichtserklärung, Lebenslauf, Vorstellung eines kuratorischen Forschungsprojektes und vorgeschlagene Abschlussaktivität. Die PDF-Datei sollte wie folgendes benannt werden: NAME_FAMILIENNAME_BPCBAF_SENDEDATUM (z.B. Bernardo_Mosqueira_BPCBAF_29 junho 2021)


Auswahlausschuss | Der für den Entschluss über die Vergabe der Fördermittel zuständige Ausschuss wird von 1 Vertreter des Goethe-Instituts und 1 Vertreter der Kulturabteilung des Generalkonsulats Frankreich in Rio de Janeiro, dem beratenden Kurator Bernardo Mosqueira und zwei Gast Kuratorinnen, Diane Lima und Lisette Lagnado, gebildet.

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