Isaac Julien
08.04. - 15.05.2018

Isaac Julien

Isaac Julien bio © Isaac Julien
Isaac Julien CBE ist Installationskünstler und Filmemacher. Er wurde 1960 in London geboren, wo er derzeit auch lebt und arbeitet. Julien entwirft Multi-Screen-Filminstallationen –und Fotos, die verschiedene künstlerische Richtungen aufnehmen und erzeugt somit eine poetische und einzigartige visuelle Sprache. Juliens Filmdebut Looking for Langston war ein großer Erfolg. Das Doku-Drama von 1989 untersucht den Autor Langston Hughes und die Harlem Renaissance. Young Soul Rebels (1991), eine frühere Arbeit, gewann den Semaine de la Critique Prize auf dem Filmfestival in Cannes.

Während er sich in letzter Zeit der Erhaltung und Wiederaufbereitung des umfangreichen Archivmaterials von Looking for Langston widmete, stellte er fotografische Arbeiten in der Victoria Miro Gallery in London (2017), der Jessica Silverman Gallery in San Francisco (2016) und der Ron Mandos Gallery in Amsterdam (2016) aus und führte den Film in seiner 16mm-Druck-Originalfassung in der Tate Britain vor.

Juliens Einzelausstellungen- und Präsentationen waren im Zeitz Museum of Contemporary Art Africa (Zeitz MOCAA) in Kapstadt  (2017); im Platform-L Contemporary Art Centre in Seoul (2017); im The Royal Ontario Museum in Toronto (2017); in der Foundation Louis Vuitton in Paris (2016); im MAC Niterói in Rio de Janeiro (2016); im Museo Universitario Arte Contemporáneo (MUAC) in Mexico City (2016); im De Pont Museum in den Niederlanden (2015); im Museum of Modern Art in New York (2013); im Art Institute of Chicago in Chicago (2013); im The Bass Museum in Miami (2010); im Museum Brandhorst in Munich (2009); im Museum of Modern Art in Dublin (2005); im Centre Pompidou in Paris (2005) und im Moderna Museet in Stockholm (2005 )zu sehen. Seine letzte Arbeit, Stones Against Diamonds, wurde 2015 als Teil des Rolls-Royce-Kunstprogramms auf der Venedig Biennale, auf der Art Basel und der Art Basel in Miami Beach gezeigt.

Auf der 57. Venedig Biennale 2017 war Julien im Eröffnungspavillon Diaspora mit Western Union: Small Boats vertreten. Vor kurzem präsentierte er Kapital und leitete Das Kapital Oratorio auf der 56. Venedig Biennale, die von Okwui Enqezor kuratiert wurde. Seine Arbeit wurde außerdem auf der 7. Gwangju Biennale in Südkorea (2008), auf der Prospect 1 in New Orleans (2008), auf der Performa 07 in New York (2007) und auf der Documenta 11 in Kassel (2002) ausgestellt.

Juliens Werk ist in den Sammlungen verschiedener Institutionen rund um den Globus zu sehen; dazu gehören Tate in London, das Museum of Modern Art in New York, das Centre Pompidou in Paris, das Solomon R. Guggenheim Museum in New York, das Hirshhorn Museum und Sculpture Garden in Washington DC; die Albright-Knox Art Gallery in Buffalo, New York; die Louis Vuitton Foundation in Paris; die LUMA Foundation in Arles; die Kramlich Collection und das Zeitz Museum of Contemporary Art (Zeitz MOCAA) in Kapstadt. Die Towner Art Gallery Collection in Eastbourne, UK, erwarb Ten Thousand Waves als Teil eines Film-Förderprogramms. Die weltweit gefeierte Multiscreen-Installation Ten Thousand Waves wurde auf der Sydney Biennale erstmals vorgestellt und wurde bei zahlreichen Ausstellungen gezeigt – zuletzt bei Platform-L in Seoul (2017) und in der Louis Vuitton Foundation in Paris sowie im MoMA in New York (2013) wo außerdem eine monografische Studie über Isaacs Leben und Werk mit dem Titel Riot (2013) veröffentlicht wurde.

Julien lehrte intensiv; er besetzte Posten wie den Chair of Global Art an der University of Arts in London (2014-2016) und war Professor für Media Art an der Staatlichen Hochschule  für Gestaltung in Karlsruhe, Deutschland (2008-2016). Er erhielt den James Robert Brudner ‘83 Memorial Prize und gab darüber Vorlesungen an der Yale University (2016). Jüngst wurde er mit dem Charles Wollaston Award (2017) für beste Arbeit an der Royal Academy Summer Exhibition ausgezeichnet. Weiterhin wurde ihm während der Ehrungen auf dem Geburtstag der Queen 2017 der Titel Commander of the Most Excellent Order of the British Empire (CBE) verliehen.