Bate-papo Podiumdiskussion: "TOLEDO on tour 2018"

Sa, 22.09.2018

Übersetzer im Austausch der Kulturen

Gemeinsam mit dem TOLEDO-Programm der Robert Bosch Stiftung und des deutschen Überstzerfonds feiert das Goethe-Institut dieses Jahr den Internationalen Übersetzertag, der auch als Hieronymustag bekannt ist, der Tag des heiligen Hieronymus, Bibelübersetzer und Schutzpatron der Übersetzerzunft.
Der Hieronymustag wird jedes Jahr am 30. September weltweit in verschiedenen Städten begangen. Auf diese Weise soll die Arbeit der Literaturübersetzer und –übersetzerinnen sichtbar gemacht werden. In São Paulo laden das Goethe-Institut und die Casa Guilherme de Almeida  zu einer Gemeinschaftsveranstaltung ein: Zu Gast ist Aurélie Maurin, Leiterin des TOLEDO-Projekts.
Sie wird über die durch TOLEDO angestoßene Ausweitung der Übersetzungszone sprechen: Übersetzungsförderung, Veranstaltungsformate und Werkstätten, die die Sichtbarkeit und Anerkennung des Übersetzerberufs stärken. Aurélie Maurin ist selber Lyrikübersetzerin und auch Herausgeberin von internationalen Lyrikreihen mit unterschiedlichen Übersetzungsansätzen.

Aurélie Maurin
Studierte Literaturwissenschaft und Linguistik in Paris. Sie lebt seit 2000 in Berlin und leitet aktuell das TOLEDO-Programm des deutschen Übersetzerfonds und der Robert Bosch Stiftung. Sie ist Literaturübersetzerin, Kuratorin und Moderatorin sowie Herausgeberin (u.a. der Buchreihe VERSschmuggel im Verlag das Wunderhorn und der Literaturzeitschrift la mer gelée im Verlag Nouvel Attila). 2016 war sie stellvertretende Vorsitzende des Netzwerkes Freie Literaturszene Berlin und Sprecherin für Literatur bei der Koalition der Freien Szene. Sie ist als Jurorin des Berliner Senats für die City Tax-Kulturmittel und für die Arbeitsstipendien Literatur tätig. Letzte Publikation (Übersetzung): Thomas Rosenlöcher, L’homme qui croyait encore aux cigognes, Nouvel Attila, Paris, 2018.

Simone Homem de Mello
Schriftstellerin und literarische Übersetzerin. Ihre Gedichte sind auf Portugiesisch erschienen, in Périplos (Ateliê Editorial, São Paulo 2005), Extravio Marinho (Ateliê Editorial, São Paulo 2010), Terminal, à escrita (Lumme, São Paulo 2015) und in brasilianischen und ausländischen Sammlungen zeitgenössischer Poesie. In den Jahren, in denen sie in Deutschland gelebt hat (1993 bis 2010), war sie als Autorin, Übersetzerin, Dramaturgin und Librettistin tätig. Sie schrieb Libretti zu den Opern Orpheus Kristall (Münchener Biennale für Neues Musiktheater, München 2002; von Manfred Stahnke); Keine Stille außer der des Windes (Bremer Theater, Bremen 2007; von Sidney Corbett) und UBU – Eine musikalische Groteske (Musiktheater im Revier Gelsenkirchen 2012; von Sidney Corbett). 

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