Zoë Beck: Paradise City

ZOË BECK © Victoria Tomaschko

Sa, 03.10.2020

Online

ÜBER.LEBEN.SCHREIBEN

Im Rahmen der Reihe ÜBER.LEBEN.SCHREIBEN - Narrative zu Krise und Zukunft präsentiert Zoë Beck ihren Roman Paradise City. Die Veranstaltung wird moderiert von Reseda Streb (DAAD-Lektorin, Fortaleza, Brasilien).


ÜBER.LEBEN.SCHREIBEN stellt Romane deutschsprachiger Autor*innen vor, die sich mit Zukunftsszenarien oder Krisen beschäftigen. In diesen Zeiten des Umbruchs, des Innehaltens und Reflektierens hat das Genre der Science Fiction Hochkonjunktur. Dystopien kreieren Zukunftsvisionen und weisen damit auf Gefahren und Fehlentwicklungen hin. Auch Bücher zum Umgang mit persönlichen Krisen sind derzeit besonders gefragt, denn sie beschreiben, wie Menschen mit unerwarteten oder schwierigen Lebenssituationen umgehen. Wie über-leben wir Krisen? Welche Impulse gibt uns die Literatur für das Nachdenken über die Zukunft?

Zoë Becks fesselnder Thriller spielt in einem Deutschland der Zukunft: Die Küsten sind überschwemmt, weite Teile des Landes sind entvölkert, und die Natur erobert sich verlassene Ortschaften zurück. Berlin ist nur noch eine Kulisse für Touristen. Regierungssitz ist Frankfurt, das mit dem gesamten Rhein-Main-Gebiet zu einer einzigen Megacity verschmolzen ist. Dort, wo es eine Infrastruktur gibt, funktioniert sie einwandfrei. Nahezu das gesamte Leben wird von Algorithmen gesteuert. Allen geht es gut – solange sie keine Fragen stellen.

Liina, Rechercheurin bei einem der letzten nichtstaatlichen Nachrichtenportale, wird in die Uckermark geschickt, um eine zunächst völlig banale Meldung zu überprüfen. Während sie widerwillig ihren Job macht, hat ihr Chef einen höchst merkwürdigen Unfall, der ihn fast das Leben kostet, und eine Kollegin wird ermordet. Beide haben an der Story gearbeitet, die Liina versprochen war. Anfangs glaubt sie, es ginge darum, ein Projekt des Gesundheitsministeriums zu vertuschen, aber dann findet sie heraus, dass jemand, der ihr sehr nahesteht, die Macht hat, über Leben und Tod fast aller Menschen im Land zu entscheiden... (Quelle: Verlagswebseite)


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Zoë Beck, geboren 1975 in Ehringshausen, Hessen. Schule und Studium in Deutschland und England. Schriftstellerin, Übersetzerin (u. a. Amanda Lee Koe und James Grady), Verlegerin (CulturBooks), Synchronregisseurin für Film und Fernsehen. Zoë Beck ist im Vorstand der Litprom – Literaturen der Welt, Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland, Mitbegründerin des feministischen Schriftstellerinnennetzwerks "Herland" und Mitinitiatorin des Aktionsbündnisses #verlagegegenrechts. Sie wurde mit zahlreichen Preisen, unter anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis, dem Radio-Bremen-Krimipreis und dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. Sie lebt und arbeitet in Berlin.
 

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