Regionale Museumsakademie Belarus 2019

Konferenz (Symbolfoto) Foto: varuna © Colourbox

Museen haben heute eine wichtige Brückenfunktion zwischen verschiedenen Akteuren des öffentlichen Lebens und der Zivilgesellschaft. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Museen stehen damit vor der Herausforderung, alle Bereiche ihrer Arbeit gleichermaßen kompetent zu beherrschen, darunter die Konzeption und Realisierung von Ausstellungen, Marketing, Audience Development oder Öffentlichkeitsarbeit. Insbesondere der fachliche Austausch mit Kollegen und Experten aus anderen Ländern leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Nur so kann es gelingen, Museen als Plattformen für den gesellschaftlichen Dialog und die Partizipation aller Menschen zu öffnen.
 
Die Museumsakademie leistet einen Beitrag dazu, diese Ziele zu erreichen. Sie bringt Fachleute aus Museen, Vereinen, Bildungseinrichtungen sowie öffentlichen Behörden aus Belarus und Deutschland zusammen, die bisher kaum oder gar nicht kommunizieren. Sie fördert den Dialog zu aktuellen Entwicklungen in der internationalen Museumslandschaft und den Austausch über die Arbeits- und Lebensbedingungen insbesondere jenseits der städtischen Zentren. Der Dialog mit lokalen Partnern und Vertretern der Behörden trägt dazu bei, ein offenes, sektorenübergreifendes Netzwerk aufzubauen, das nachhaltige Impulse für die Debatte über eine gemeinsame europäische Zusammenarbeit setzt.
 
Von April bis Dezember 2019 sind im Rahmen der Museumsakademie Trainings, praxisorientierte Seminare mit belarussischen und deutschen Experten in den Regionen sowie Museumsbesuche und Gespräche in Deutschland für eine Gruppe von fünfzehn Multiplikatoren geplant. Die viertägige Reise ermöglicht es den belarussischen Museumsexperten, ihre Erfahrung in einem internationalen Umfeld unmittelbar zu reflektieren.
 
Während der vier, jeweils zweitägigen Module werden folgende Themen behandelt:
 

  • Museen und Erinnerungskultur;
  • Museumsmarketing und -tourismus;
  • Ausstellungskonzeption und Gestaltung;
  • Vermittlung und Kommunikation.

 
Den Abschluss der Museumsakademie bildet ein Symposium zu aktuellen Themen der Museumsarbeit. Als Referentinnen und Experten werden führende Museumsfachleute aus Deutschland und Belarus nach Minsk eingeladen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten ein Zertifikat.
 
Die Museumsakademie ist ein gemeinsames Projekt der Stiftung „Cultural Heritage & Modernity“, des belarussischen Komitees des Internationalen Museumsrates „ICOM“, der Agentur Tradicia History Service Berlin und des Goethe-Instituts Belarus mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes im Rahmen der „Östlichen Partnerschaften“.
 
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