Schuljahresprojekt „Unbekannte Nachbarn“

Schuljahresprojekt „Unbekannte Nachbarn“
Schuljahresprojekt „Unbekannte Nachbarn“ | Foto (Ausschnitt): © Goethe-Institut

Im Februar 2016 reisten 20 Schüler sowie begleitende Deutsch- und Geschichtslehrer der PASCH-Schulen nach Minsk, um im Rahmen des Projektes „Unbekannte Nachbarn“ an Workshops und Exkursionen teilzunehmen. Das Projekt beinhaltet die Recherche jüdischer Einzelschicksale in den Heimatstädten der Schüler, um so die weithin vergessene aber einst prägende Gruppe der Juden im heutigen Belarus zu würdigen.
 
Die Teilnehmer besuchten die Synagoge der Jüdischen Reformgemeinde und wurden von Rabbi Grigorij Abramovich in die Grundlagen der jüdischen Religion und Kultur eingeführt. In der Geschichtswerkstatt Minsk arbeiteten sie zum Thema „Holocaust in Belarus“ und lernten anschließend einige wichtige (Gedenk-)Orte des jüdischen Minsks kennen. Am zweiten Projekttag trafen die Schüler und Lehrer mit Maia Krapina, einer Überlebenden des Minsker Ghettos, zusammen. Maia Krapina berichtete bewegend über das Schicksal ihrer Familie, über Sterben und Überleben und den Neuanfang.
 
Der Besuch des jüdischen Museums Minsk und der Werkstatt des bekannten Architekten und Gedenkstätten-Schöpfers Leonid Levin rundete die beiden Projekttage ab. Das Treffen diente auch einer Zwischenbilanz der Projektarbeit an den Schulen. Im April werden die Beiträge eingereicht und in einer Broschüre publiziert.

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