Informationen für Kindergärten und Eltern

Das Förderprogramm des Goethe-Instituts für Kindergartenkinder „Deutsch mit Hans Hase“ wird in Russland seit 2011 und in Belarus seit 2013 erfolgreich erprobt.
 
Welche Erfahrungen Kindergartenleitung, Eltern, Studierende und andere Projektbeteiligte damit gemacht haben, erfahren Sie hier:

„Deutsch mit Hans Hase“ im Kindergarten  
Programm des Hans-Hase-Kurses: Leitfaden „Deutsch mit Hans Hase in Kindergarten und Vorschule“:  Internationale Empfehlungen zum frühen Fremdsprachenlernen

In Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten aus 22 Ländern entwickelte das Goethe-Institut 1996 „Nürnberger Empfehlungen zum Frühen Fremdsprachenlernen“. Seit 2010 liegt die Neubearbeitung dieser Publikation vor:

Nürnberger Empfehlungen zum Frühen Fremdsprachenlernen – Neubearbeitung
Das Programm „Deutsch mit Hans Hase“ kann auch in Ihrem Kindergarten bzw. Ihrer Vorschuleinrichtung erfolgreich eingeführt werden. Das Goethe-Institut richtet dieses Angebot in erster Linie an öffentliche und private Kindergärten.

Folgende Informationen helfen Ihnen bei der Planung:

Vorteile für Kindergarten und Vorschule
  • vielseitiges Förderangebot: sprachliche, soziale, intellektuelle, kreative und interkulturelle Kinderförderung
  • internationales Projekt im Kindergarten
  • moderne, authentische Lehrmaterialien aus Deutschland
  • Qualitätssicherung des Fremdsprachenangebots im Kindergarten durch methodisch-didaktische Fortbildung der Lehrkräfte bzw. Betreuung der Studierenden
Qualifiziertes Personal
Der Einsatz von qualifizierten Pädagogen ist die wichtigste Anforderung an die Qualitätssicherung im Rahmen des Programms „Deutsch mit Hans Hase“.

Das Goethe-Institut bietet zwei Modelle der Personalqualifizierung an:

Modell 1: Einsatz von Deutschlehrkräften im Kindergarten. Die Qualifizierung erfolgt im Rahmen der Online-Fortbildung „Deutsch im Kindergarten“
Online-Fortbildung „Deutsch im Kindergarten“

Modell 2: Kindergartenpraktikum im Rahmen eines Studententrainings und einer Hochschulkooperation
Kindergartenpraktikum im Rahmen eines Studententrainings

Anforderungen an Kindergruppen
  • Die Lerngruppe besteht aus maximal 10 Kindern.
  • Die Kinder sind 4 bis 6 Jahre alt.
  • Mädchen und Jungen lernen zusammen.
  • Die Kinder nehmen am Förderprogramm regelmäßig, mindestens zweimal pro Woche teil (vgl. auch Rahmenbedingungen).
  • Das spielerische Förderangebot „Deutsch mit Hans Hase“ setzt bei den Kindern keine besondere Teilnahmeeignung voraus. Das Ziel des Programms ist nicht in erster Linie das Erlernen der deutschen Sprache, sondern Freude am ersten Kontakt mit Fremdsprachen.
Rahmenbedingungen
  • „Deutsch mit Hans Hase“ wird regelmäßig zwei- bis dreimal pro Woche angeboten.
  • Die Dauer einer Lerneinheit beträgt für die Kinder ca. 30 Minuten.
  • Das Programm umfasst insgesamt 30 Lerneinheiten. Je nach Intensität (zwei- oder dreimal pro Woche) erstreckt sich dieses Basisangebot über 10 bis 16 Wochen.
  • Der Raum bietet Sitzgelegenheiten im Kreis auf dem Teppich (Sitzkreis) oder auf Sitzkissen, die auf dem Boden liegen (Empfehlung des Programms).
  • Der Raum bietet ausreichend Möglichkeiten für Bewegungsaktivitäten (Tanz, Spiel und Pantomime).
  • Zum Ausmalen der Bilder und zum Basteln können die Kinder an kleinen Tischen arbeiten.
  • Folgende Ausstattung wird benötigt: CD-Player, Pinn- oder Magnetwände zum Befestigen und Aufhängen von Bildern und Plakaten.
  • Die Kinder bringen Buntstifte, Bastelkleber, Kinderschere und Tonpapier mit.
Finanzierung
Modell 1: Beim ersten Modell – dem Einsatz einer fortgebildeten Deutschlehrkraft im Kindergarten – entstehen folgende Kosten:
  • kostenpflichtige Fortbildung der Deutschlehrkraft
  • Bestellung des Materialpakets „Deutsch mit Hans Hase in Kindergarten und Vorschule“
  • Honorierung der Deutschlehrkraft (mindestens 30 Lerneinheiten)
Diese Kosten werden vom Goethe-Institut nicht übernommen.

Modell 2: Beim zweiten Modell – dem Einsatz von Studierenden im Rahmen des Kindergartenpraktikums und Studententrainings – fallen für Sie in den ersten zwei Jahren keine Kosten an.

Die Studierenden absolvieren im Rahmen ihres Trainings ein von Mentorinnen und Mentoren betreutes, in der Regel nicht vergütetes Praktikum.

Innerhalb der ersten zwei Jahre der Projektlaufzeit überprüfen die Kindergärten die weiteren Finanzierungsmöglichkeiten dieses Förderangebots. Im Anschluss an das erfolgreich absolvierte Praktikum werden die Studierenden nach Möglichkeit vom Kindergarten in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen.

Die Unterstützung durch das Goethe-Institut beschränkt sich nach diesem Modell auf zwei Jahre.