Buchpräsentation Sarmatia

Buch Sarmatien Bild (Ausschnitt): © Julija Rudsitskaja

08.03.2019, 17 Uhr

Galerie Y

Uliza Oktjabrskaja 19
Minsk

Präsentation des Gedichtzyklus von Maryja Martysievič

Am internationalen Frauentag lädt die Lyrikerin Maryja Martysievič nach Sarmatien ein, wo jede Bürgerin verpflichtet ist, Borschtsch kochen zu können und ein Brot von einem Karawai unterscheiden zu können. Diejenige, die es nicht können, sind einem bösen Verhängnis ausgesetzt. In diesem Land wird der König gewählt (ein Wunder), aber alle wichtigen Entscheidungen werden nach langen Beratungen durch ein wahrsagendes Mädchen getroffen. „Ein Mädchen und eine Händlerin werden ihre Regierung sein, selbst wenn das Land nicht mehr auf der Karte zu finden ist“.
 
Besonders Adelige der späten Recz Pospolita hegten den Mythos Sarmatien. Sarmaten als treue Ritter des litauischen und polnischen Unionstaates waren besonders in der polnischsprachigen Klassik des späten 19.Jahrhunderts zu finden. Ein exemplarisches Beispiel ist Pan Tadeusz von Adam Mickiewicz.
 
„Mir ist eingefallen, dass Sarmatien wahrscheinlich verfallen ist, aber die Sarmaten sind immer noch da. Es gibt ziemlich viel davon – man muss sich nur umsehen. Und ich spreche nicht über eine Nation – niemand soll geblendet sein dadurch, dass ich Belarussisch schreibe. Nicht alle Belarussen sind Sarmaten und nicht alle Sarmaten sind Belarussen. Darüber erzählen die Texte.“
 

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