Podiumsdiskussion Wozu baubezogene Kunst?

Georgien. Baubezogene Kunst. | Foto: © DOM publishers Foto: © DOM publishers

01.10.2019, 19 Uhr

Galerie Art-Belarus

Ul. Kozlowa 3
Minsk

Georgien. Baubezogene Kunst.

Diskutieren Nini Palavandishvili und Lena Prents am Beispiel Georgiens und darüber hinaus

Die Architektur der Sowjetmoderne erhielt trotz der Bemühungen ihrer enthusiastischen Verfechter*innen nach dem Zerfall der UdSSR keine Anerkennung von Behörden und Investoren. Viele Gebäude-Unikate wurden bereits abgerissen, das Schicksal anderer hängt am seidenen Faden. Mit ihnen zusammen werden auch Werke der baubezogenen Kunst vernichtet, oder sie verfallen. Einst verwiesen monumentale Reliefs, Mosaike und Sgrafitti auf die Nutzung des jeweiligen Gebäudes, strukturierten seine Fassade oder verschmolzen gar mit ihm zu einem kunstvollen Ganzen. Die Kuratorin und Grafikdesignerin Nini Palavandishvili sammelte jahrelang Informationen über Mosaike in Georgien. Die Kunsthistorikerin Lena Prents forschte zur Kunst und Architektur des Spätsozialismus. Gemeinsam publizierten sie den Kunstführer über Mosaike der Sowjetmoderne in Georgien, der letztes Jahr im Verlag Dom Publishers erschienen ist. In ihrer Präsentation werden die Autorinnen ihre Lieblingsentdeckungen vorstellen, über den Wert der Sowjetmoderne und ihrer baubezogenen Kunst sprechen und ihre Sicht auf mögliche Szenarien des Erhalts der Hinterlassenschaften der Sowjetmoderne zur Diskussion stellen.

 

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