#artbits
Street-Art-Entdeckungen aus Mexiko, Kanada und den USA

  • Solo Amor - Arty & Chikle © Arty & Chikle, Foto: Lucia Romero
  • Homo Riot - Kiss © Homo Riot, Photo: Lord Jim
  • 50 Cakes of Gay - Kashink © Kashink, Foto: Aim Kré
  • You Go Girl - Hugo Gyrl © Hugo Gyrl, Foto: Luna Park
  • Jessica Sabogal „White Supremacy is Killing Me“ © Jessica Sabogal, Foto: Jessica Sabogal
    Jessica Sabogal „White Supremacy is Killing Me“
  • "Concrete Jungle" von Futura © Futura, Foto: Luna Park
    "Concrete Jungle" von Futura
Street Art findet sich an Wänden und Flächen überall auf der Welt und Tausende von Menschen nehmen sie in ihrem Alltag wahr. Street Art ist eine interdisziplinäre zeitgenössische Kunstform, deren Ursprunge auf Graffiti zurückgeführt werden können. Sowohl Street Art als auch Graffiti nutzen öffentliche Räume als Leinwände für künstlerische, politische und soziale Auseinandersetzungen – in der Regel auf unautorisierte Weise.
 

Über #artbits

In dieser Fotosammlung haben die Kolleginnen und Kollegen der Goethe-Institute in Montreal, Los Angeles, Mexiko-Stadt, New York City, Toronto und Washington, D.C. Fotos von Street Art in ihren jeweiligen Städten aufgenommen. Wir veröffentlichen unsere Fundstücke in Serien, denen ein übergreifendes Thema zugeordnet wird. Den Anfang machten wir mit einer Serie über unsere absoluten Lieblingsstücke, sowie den Werken deutscher Künstlerinnen und Künstler in unseren Städten.

Beteilige dich, indem du Street Art in deiner Heimatstadt fotografierst und unter dem Hashtag #artbits teilst.

 

Die beste Kunst findet man auf der Straße.

Maurizio Cattelan

Queer As Artsy Folk

Street Art ist überall und wendet sich an alle. Sie ist bunt oder farblos, laut oder ruhig, knallig oder subtil und sie ist auch mal mehr queer als straight. In unserer neuen Serie Queer as Artsy Folk geht es um queere Street Art – von queeren Künstlerinnen und Künstlern mit Haltung, Sendungsbewusstsein und Ziel. Ob Homo Riot die Öffentlichkeit mit ihrer eigenen Homophobie konfrontiert oder Hugo Gyrl das kämpferisch-aufmunternde You Go Girl durch die Kontinente schickt – queere Street Art hat viele spannende Facetten. Ein paar davon zeigen wir hier.

Schnappschuss: San Francisco

 „Self Consuming Self" von BiP, in der Larkin Street zwischen Ellis & Eddy © BiP, Foto: Sophoan Sorn

Goldenes Pflaster

San Francisco war schon immer ein goldenes Pflaster für Künstler, Denker und Schriftsteller. Neben Los Angeles; New York und Chicago ist sie eine der wichtigsten Städte der USA für Wandgemälde, mit über 1.000 Werken, die Gassen und Fassaden in Freiluftgalerien verwandelt haben. Dieser #artbits Schnappschuss gibt einen Einblick in einige der Werke. 

Street-Artivismus

Die Allgegenwärtigkeit von Street Art und die unerschöpfliche Zahl an öffentlichen Wänden, Säulen, Telefonzellen, U-Bahnzügen, die Tatsache, dass der öffentliche Raum genau das – nämlich öffentlich ist, begünstigen (erzwingen!) ihre Nutzung als politisches Medium. Street Art als Protestmittel, als Ausdrucksform für Unzufriedenheit und Forderungen für oder gegen herrschende Umstände ist so alt wie sie selbst.

Nicht erst seit Banksy und anderen Superstars der politischen Kunstszene dienen viele Kreationen der Straße einem höheren Zweck. Diesem Phänomen haben sich unsere Bloggerinnen und Blogger in dieser Serie gewidmet – wie immer ohne den Anspruch der Vollständigkeit oder Repräsentativität. Das wäre allein schon wegen der großen Menge an toller, relevanter, spannender Straßenkunst unmöglich – und es wäre auch nicht fair. Daher haben wir mit einer ganz persönlichen Auswahl einen Blick in diese Welt der Politischen Kunst gewagt – Artivismus in Los Angeles, Mexiko, Montreal, New York und Washington, D.C.

Jessica Sabogal „White Supremacy is Killing Me“ © Jessica Sabogal, Foto: Jody Freeman

„White Supremacy Is Killing Me" von Jessica Sabogal

Der Montrealer Beitrag ist ein Vorschlag der kanadischen Autorin/Verlegerin Jody Freeman, die auch ein Foto des Werkes beigesteuert hat, ebenso wie die Künstlerin selbst.

Kunst aus Worten

Special: Montreal

Montreal von Frühling bis Herbst, das bedeutet Festivalsaison: Solide eingebettet zwischen dem experimentellen Tanz- und Theaterfestival Festival Transamériques und dem Festival International du Jazz de Montréal findet seit nunmehr fünf Jahren Mitte Juni das Street Art Festival MURAL statt. Seine Sichtbarkeit macht das Festival bereits zu einem der größeren Events des Jahres – entlang des Boulevard St-Laurent, der sogenannten „Main“, einer der wichtigsten Arterien der Stadt, der Demarkationslinie zwischen ihrem Ostteil und Westteil und einer der auch ohne Festival dynamischsten Straßen der Metropole. Auch die Organisation MU („Transformer Montréal en Musée à ciel ouvert“ – Montreal wird zum Museum unter freiem Himmel) trägt dazu bei, dass die Stadt eine echte Vielfalt an spannender Straßenkunst aufzuweisen hat. In unserem Montrealer Stadtspecial stellen wir einige Werke vor, die über die letzten Jahre beim MURAL-Festival und oft auch mit Unterstützung von MU entstanden sind.

Artbits Special: Washington D.C.

Im Weltall

Abstrakt

Prominente Gesichter

Deutsche Künstler

Street Art Favoriten

Insta-artbits der Woche

FotografInnen/Fotografen

Aim Pé © Aim Pé Marie-Pierre Poulin ist seit 2011 Direktorin der Bibliothek für das Goethe-Institut Montreal. In den vergangenen zwei Jahren hat sie Street Art für sich entdeckt und sucht seither mehr und mehr Kunst auf den Straßen. Ihre anderen Interessen sind Esskultur, Sprachen, Reisen und Hasen. Folgen Sie ihr auf Instagram
@aim_pe/
Katherine “Luna Park” Lorimer © Luna Park Lebt in Brooklyn und ist eine Graffiti- und Street Art-Enthusiastin, Fotografin, Kuratorin, Bibliothekarin und Autorin von „(Un) Sanctioned: The Art on New York Streets“. Seit 2002 arbeitet sie als Bibliothekarin beim Goethe-Institut New York. Seit 2005 verbringt sie ihre freie Zeit damit, New York City auf der Suche nach Kunst an unerwarteten Orten zu erkunden. Als Mitbegründerin und Autorin des Street Spot Blog beschäftigt sie sich leidenschaftlich mit der Dokumentation von urbanen Kunstformen und unterstützt alle kreativen Bemühungen, den öffentlichen Raum neu zu definieren. Ihre Fotos wurden in New York, Los Angeles und Chicago ausgestellt und sind in führenden Straßenkunstbüchern und -zeitschriften erschienen. Sie hat ihre Beobachtungen über die Straßenkunst im Brooklyn Museum und in der New York Public Library präsentiert, Vorträge im Kurs „History of Street Art & Graffiti“ an der Long Island University gegeben und Kommentare zum HBO Dokumentarfilm Banksy Does New York beigetragen.
Folgen Sie ihr auf Instagram.  @lunapark.
Lord Jim © Lord Jim Stefan Kloo, aka Lord Jim ist ein Liebhaber schräger Kunst und Sammler flüchtiger Dinge. Als ein leidenschaftlicher Fürsprecher der Gattung fotografiert er Street Art bereits seit über einem Jahrzehnt, und wird dabei das Gefühl nicht los, dass es auch noch eine Weile so weiter gehen wird.
Ursprünglich aus Deutschland, lebt Lord Jim mit seiner Frau und zwei Söhnen in Los Angeles, wo er auch den meisten Schaden anrichtet.
Seine Fotos und Essays wurden in zahlreichen Büchern und Artikeln veröffentlicht.(z.B Stay Up - Los Angeles Street Art mit Autor Jim Deichendt / Shepard Fairey Inc. von Jim Deichendt /" Banksy - Sie sind ein akzeptables Maß an Bedrohung von Carpet Bombing Culture, etc). Eine umfangreiche Sammlungen seiner Street Art Fotos finden Sie auf seinen  Flickr Seiten. 
 
Michelle Kay © Michelle Kay Michelle kommt aus in Toronto. Seit 2012 ist sie Bibliothekarin beim Goethe-Institut Toronto. Sie erkundet die Stadt gern zu Fuss oder auf zwei Rädern und dokumentiert ihre Fundstücke auf Fotos. Folgen Sie ihrem Instagram-Kanal  @yo_mk
Nesa Fröhlich © Nesa Fröhlich Nesa ist seit August 2017 Leiterin der Bibliothek im GI Mexiko. Gerade in Mexiko angekommen sind Street Art-Entdeckungstouren eine gute Gelegenheit, die Stadt noch von einer anderen Seite kennenzulernen. Sonst schaut sie sich Kunst auch gerne in Museen an. Folgen Sie ihr auf Instagram @nizafeliz
Mike Maguire © Josh Mike kommt aus Washington DC und ist Fotograf und Schriftsteller. Seine Fotos sind im Washington City Paper, in der Baltimore Sun, in USA Today und im Thrasher Magazine erschienen. Der gebürtige Washingtoner liebt es, das Nachtleben und die Street Art der Stadt zu fotografieren. Er ist Co-Autor eines Spielfilms über einen fiktionalen DC-Rockmusiker Ultrasonic aus dem Jahre 2012 und ist Autor eines Science-Fiction-Romans Three Days Breathing und eines Wordplay-Buches, Drawn Inward and Other Poems
Folgen Sie Mike auf Instagram:  @mike.j.maguire oder seiner Webseite  mmaguirephoto.com
Peter Schweppe Pete ist Assistenzprofessor für Deutsche Studien und Geschichte an der Montana State University. In der Vergangenheit hat er bereits in Toronto, Montreal und Minneapolis gelebt. Außer für Fotografie interessiert er sich auch für visuelle Kultur und ist zudem ein Naturliebhaber. Sie können ihm auf Instagram oder Twitter folgen:
@p_schweppe
Lucia Romero Lucia Romero (Ausschnitt) | © Lucia Romero Sie mag Mangas und Animes aus den 80er und 90er Jahren und Dark Music und Metal. Lucía erkundet ihre Heimatstadt in Mexiko immer auf der Suche nach dem Ungewöhnlichen an den gewöhnlichen Orten. Sie macht gerne Fotos aus dem alltäglichen Leben in der Stadt und wenn in den Bildern auch noch Street Art vorkommt, findet sie es umso interessanter. Folgen Sie ihr auf Instagram @littledemonlucy
Sophoan Sorn Der in Nord Kalifornien lebende Sophoan Sorn wurde 1985 in einem Flüchtlingslager an der Grenze zwischen Kambodscha und Thailand geboren. Sophoan ist ein gefragter Kurator und Veranstalter zeitgenössischer internationaler Filmfestivals.Derzeit ist er in seiner zehnten Spielzeit als Festivalleiter des Berlin & Beyond Film Festivals in San Francisco, das jährlich vom Goethe-Institut präsentiert wird.

Über die Jahre arbeitete er als Porträtfotograf, Dokumentarfilmer und Grafikdesigner. Er sieht sich jedes Jahr Hunderte von Filmen an und besuchte bedeutende Festivals wie die Berlinale, Cannes und Sundance. Sophoan Sorn ist außerdem der Direktor des San Joaquin International Film Festival, das er 2008 gegründet hat. Als begeisterter Reisender war er in 60 Ländern der Welt unterwegs.