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Insel der Schwäne© DEFA-Stiftung/Waltraut Pathenheimer

Gebrochene Tabus
Insel der Schwäne

Sprache Deutsch
Untertitel EN
Genre Drama, Coming-of-Age
Land DDR
Jahr 1983
Regie Herrmann Zschoche
Mit Axel Bunke, Mathias Müller, Sven Martinek, Britt Baumann, Kerstin Reiseck, Ursula Werner, Christian Grashof
Produktion DEFA-Studio für Spielfilme
Länge 88 Minuten
FSK Film 6 Jahre
FSK Trailer 6 Jahre
 

Aus den Augen eines 14-jährigen Jungen schildert dieses sozialkritische Filmwerk die Realität der Wohnungsbaupolitik in der DDR. Durch einen Umzug in das hauptstädtische Berlin-Marzahn muss sich Stefan in einem anonymen und harschen neuen Umfeld zurechtfinden.

Stefan zieht mit seinen Eltern aus der verträumten Idylle eines Dorfes nach Berlin – genauer: in das Neubaugebiet Berlin-Marzahn. Während der Vater dort eine Stelle als Bauarbeiter antritt, steht Stefan vor der Herausforderung, sich in das neue soziale Umfeld zu integrieren. Schon bald muss er feststellen, dass der Alltag und das Miteinander in Marzahn gänzlich anders verlaufen, als er es gewohnt ist. Der Umgang zwischen den Jugendlichen ist rau, der Schulalltag geprägt von kühler Routine.

Für Stefan beginnt keine einfache Zeit, ehe er sich in der neuen Umgebung zurechtfindet und den vielen Konfliktsituationen entschlossen gegenübertritt.

Insel der Schwäne ist ein ehrlicher und sozialkritischer Film, der für die Belange junger Menschen eintritt, die nicht nur in der ehemaligen DDR seelisch zu ersticken drohen. Nach seiner Premiere wurde der Film in einer von der SED-Führung initiierten Pressekampagne scharf als "Angriff auf die Wohnungspolitik der Partei" getadelt. Seinem Autor Ulrich Plenzdorf wurde eine "verkehrte Sicht auf unsere Wirklichkeit" vorgeworfen. Die Schlusssequenz ist aus diesem Grund einer nachträglichen Zensur zum Opfer gefallen, konnte im Jahr 1990 allerdings rekonstruiert werden.

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