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Christopher A. Williams
Der Experimentelle

Der Kontrabassist, Komponist und Kurator Christopher A. Williams
Der Kontrabassist, Komponist und Kurator Christopher A. Williams | Foto (Zuschnitt): © Christopher A. Williams

Der zeitgenössische Komponist und Musiker Christopher A. Williams mag es experimentell und probiert gerne unterschiedliche Stile und Medien aus: Auf Konzerten in Europa und Nordamerika präsentiert er Kammermusik, für Radiosender und Museen entwickelt er Multimedia-Perfomances.

Von Eva-Maria Verfürth

Der Kontrabassist, Komponist und Kurator Christopher A. Williams ist ein Weltenwandler – nicht nur physisch, sondern auch künstlerisch. Nach einigen Jahren in Barcelona ist der 1981 in San Diego in den USA geborene Musiker seit 2009 in Berlin heimisch geworden. Was ihn aber nicht davon abhält, weiterhin Konzerte und Aufführungen in ganz Europa und Nordamerika zu geben: in Norwegen oder Lettland, Spanien oder den USA.
 
Als Musiker liebt Christopher A. Williams vor allem die Improvisation und hat mit ganz verschiedenen renommierten (Improvisations-)Künstlern zusammengearbeitet. Darunter der britische Gitarrist Derek Bailey, der US-Schlagzeuger Justin Bennett oder das französische Klangkunst-Ensemble Compagnie Ouïe/Dire. In der Komposition hat er sich ganz der zeitgenössischen, experimentellen Musik verschrieben. Ob Kammermusik, Radio-Arrangement oder Multimediakomposition – die Formate und Medien sind vielfältig, experimentell wird es immer. Das Werk The English Dancing Master Leads: or, Mr. Bailey’s Maggot, das er als Komponist zusammen mit Visual Artist Tanja Smit entwarf, wurde im Barcelona Museum of Contemporary Art (MACBA) ausgestellt, seine Radiostücke hat er unter anderem für Deutschlandradio Kultur entwickelt.

 

Notenschlüssel und Taktangabe? Braucht es nicht.

Experimentell ist bei Christopher A. Williams nicht zuletzt auch die Notation – klassische Notenlinien sind Christopher A. Williams im November 2018 bei einer Probe mit dem Ensemble Supermusique in Montreal Christopher A. Williams im November 2018 bei einer Probe mit dem Ensemble Supermusique in Montreal | © Supermusique für ihn durchaus verzichtbar. Vielmehr fasziniert ihn, wie Musiker alternative Notationen interpretieren, darunter Grafiken oder Zeichnungen, oder beispielsweise die Borromean Rings, die er zusammen mit dem Tubisten Robin Hayward interpretierte. Auch für seine Doktorarbeit an der niederländischen Universität Leiden beschäftigt er sich mit dem Thema Notation und Improvisation. Zur Interaktion von Gedanken, Wahrnehmung und Umsetzung in der experimentellen Musik hat er Vorträge an Universitäten in Nordamerika, Europa und Indien gehalten.

Weshalb es Berlin sein muss

In Berlin wimmelt es von Künstlern, Ensembles und musikalischen Initiativen; die Hauptstadt ist ein kulturelles Zentrum für Neue Musik geworden. Dazu trägt auch Christopher A. Williams bei: Zusammen mit den Musikwissenschaftlern Marta Blazanovic-Drefers und Andreas Engström kuratiert er KONTRAKLANG, eine monatliche Konzertreihe für zeitgenössische Musik, die unterschiedliche Stile und Formen zusammenbringt – von Kammermusik über Klangkunst, Composer-Performer-Praktiken, medienbasierte künstlerische Arbeit und Musiktheater. Zudem ist er mit dem Musiker Chris Heenan Kurator des experimentellen Musik-Salons Certain Sundays, wo Künstler bei Kaffee und Kuchen nicht nur ihre Werke aufführen, sondern auch mit dem Publikum in Kontakt treten.

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