Berlinale-Blogger 2017 BerlinalePeople: Amee Le, Programmgestaltung

Amee Le
Amee Le | © Amee Le

Teil einer laufenden Serie mit Miniprofilen auf dem Blog Deutscher Film @ Kanada zu den Machern und Impulsgebern, die die Berlinale zu einem der wichtigsten Events im internationalen Filmkalender machen: die Filmemacher, Programmgestalter, Kuratoren, Branchenförderer und Besucher.
 

Name & Rolle: Amee Le, Mayworks Festival of Working People and the Arts Toronto.

Das ist meine erste Berlinale!

Warum ich hingehe: Ich liebe Berlin wegen der exzentrischen Mischung aus Geschichte (Berlin ist das Zentrum Europas, hallo?!) und zeitgenössischer Kultur – sowohl Mainstream als auch Avantgarde. Ich habe mich immer wieder in diese Stadt verliebt, auch während eines Sommerpraktikums beim Berliner Ableger der kanadischen Or Gallery, das tatsächlich vom Goethe-Institut Toronto möglich gemacht wurde. Danke nochmal dafür!. Und wenn man meine Liebe zur Stadt mit meiner Liebe zum Kino zusammenrechnet, ist es an der Zeit für meine erste Berlinale.

Was ich unbedingt sehen muss:
Sowohl die Sektion Generationen wegen der jungen, leidenschaftlichen Kinostimmen als auch die Sektion Berlinale Goes Kiez wegen des Erlebnisses für den Kinobesucher. Von dem, was ich bislang den Pressemeldungen entnommen habe, kann ich es kaum erwarten, den brasilianischen Film  Não devore meu coração! zu sehen, der eine sehr reizvolle Storyline hat. Es soll um eine junge Amour fou vor dem Hintergrund aktueller Konflikte wie Landraub und kulturelle Identität gehen. Auch der Maori-Film Poi E: The Story of Our Song über den absolut ersten Maori-Popsong steht auf meiner Liste. Dieser kam auch in einem meiner Lieblingsfilme, Taika Waititi’s Boy vor. Außerdem möchte ich mindestens drei Berlinale-Goes-Kiez-Kinos in Schöneberg, Kreuzberg und Potsdam-Babelsberg besuchen. 

Wovor mich die Leute im Hinblick auf die Berlinale „gewarnt“ haben: Dass die Eintrittskarten für Filme im Berlinale-Palast zu teuer sind. Aber ich weiß nicht, die Säle sehen so schön aus!

Wenn ich in Berlin Zeit für Anderes habe, würde ich gerne: Galerien für zeitgenössische Kunst, wie den Hamburger Bahnhof, das Künstlerhaus Bethanien oder den Martin-Gropius-Bau, besuchen, weil ich auch in der Welt der Kunst zuhause bin. Ich wollte auch das Kunsthaus Tacheles sehen, aber leider gibt es das nicht mehr.

Mein deutscher Lieblingsfilm (oder zwei oder drei): Fassbinder ist einer meiner absoluten Lieblingsregisseure, und ich mag viele seiner Filme, am liebsten Angst essen Seele auf. Was neuere Filme betrifft, gefallen mir Fatih Akins Soul Kitchen und Tom Tykwers Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders am besten. 

Interview von @JuttaBrendemuhl