Berlinale-Blogger 2017 BerlinalePeople: Sven Schwarz, Programm­gestaltung Kurzfilme

Sven Schwarz
© Sven Schwarz

Teil einer laufenden Serie mit Miniprofilen auf dem Blog German Film @ Canada zu den Machern und Impulsgebern, die die Berlinale zu einem der wichtigsten Events im internationalen Filmkalender machen: die Filmemacher, Programmgestalter, Kuratoren, Branchenförderer und Besucher.
 

Name & Rolle: Sven Schwarz, organisatorischer Leiter des Internationalen Kurzfilm Festivals Hamburg und Mitglied der Hamburger Künstlergruppe A Wall is a Screen (die dieses Jahr mit dem Goethe-Institut Toronto eine Veranstaltung koproduzieren wird).

Das ist meine elfte Berlinale.

Das wichtigste Treffen, das ich in Berlin haben werde: Einige Treffen, um neue Kooperationen zwischen dem Internationalen Kurzfilm Festival Hamburg und anderen internationalen Festivals zu planen. Und natürlich der jährliche Empfang des Verbandes Deutscher Kurzfilm, bei dem sich einige der nettesten Menschen in einer sehr entspannten Atmosphäre treffen.

Spannendster Moment der Branche bei der Berlinale 2017:
Und der Goldene Bär für den besten Kurzfilm geht an ... (und natürlich die Frage, wer den Silbernen Bären bekommt).
(Der Silberne Bär zeichnet seit 1956 persönliche Leistungen im Bereich Schauspiel, Regie und bester Kurzfilm aus)

Kurzfilme sind am besten weil: es keine Kompromisse und keine Einschränkungen gibt, weil sie manchmal schmerzhaft anzusehen sind und dennoch gleichzeitig fantastisch! (Klingt komisch? Ist aber wirklich so!).

Lieblingsärgernis bei der Berlinale: Den besten „schlechtesten“ Film im Programm zu finden. Seltsamerweise treffe ich jedes Jahr einen Freund bei einem Screening, das immer einen Film zeigt, den wir beide überhaupt nicht mögen (und, hey, es muss auf einem Festival auch schlechte Filme geben!).

Der deutsche Film, auf den ich mich am meisten freue: Im Wettbewerb Berlinale Shorts stellt Rainer Kohlberger sein neues Werk „keep that dream burning“ vor. In den vergangenen Jahren hat Kohlberger faszinierende (Film-)Kunstwerke erschaffen, die visuell unglaublich fesselnd sind, und ich bin mir sicher, dass er mich auch mit diesem Werk beeindrucken wird.

A Wall Is A Screen kommt 2017 zweimal nach Kanada: Für ein Sonderprogramm beim Quebec City Film Festival im September und für ein einheimisches Kurzfilmprogramm beim imagineNative Film Festival Toronto im Oktober, beide in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut.