Das deutsche Kulturzentrum in Saskatoon
Deutsche Spuren in Saskatchewan

  • German Cultural Centre in Saskatoon © Goethe-Institut Montreal
    German Cultural Centre in Saskatoon
  • „German Canadian Club Concordia“ von 1957 © Goethe-Institut Montreal
    „German Canadian Club Concordia“ von 1957
  • Das deutsche Kulturzentrum in Saskatoon © Goethe-Institut Montreal
    Das deutsche Kulturzentrum in Saskatoon

Das deutsche Kulturzentrum in Saskatoon

Der „German Canadian Club Concordia“ wurde 1957 von Eugen P. Boensch und einer kleinen Gruppe von Einwanderern, die die Leitung des Clubs übernahmen, gegründet. Die Mitglieder verkehrten an verschiedenen Orten, bevor der heutige Sitz des Clubs gekauft worden ist. Nach den Renovierungsarbeiten des alten „Chicken Inn“ durch engagierte Freiwillige, öffnete der Concordia Club 1968 seine Türen.

Der große Saal wurde von 1986 bis 1987 unter der Präsidentin des Clubs, Herb Pexa, im Stil alter deutscher Fachwerkhäuser gebaut. Zu Ehren des Gründungspräsidenten wurde dieser Raum zur „Eugen Boensch Halle“ ernannt. Am Ende des Jahres 1987 wurden eine schöne Gaststube und der sogenannte „Edelweiß Speisesaal“ eröffnet und es gab auch einen großen Kachelofen, einen Stammtisch und eine Bar. Leider brannte das Gebäude 2009 ab, aber öffnete, umbenannt in „German Cultural Centre“, 2012 wieder seine Türen. Im vorderen Teil des neuen Gebäudes befindet sich das Restaurant und im hinteren Teil gibt es zwei Säle.

In „Sudeten in Saskatchewan – A Way to be Free“ von Rita Schilling wird erwähnt, dass die Mitglieder des Clubs auch sudetische Flüchtlinge in Saskatoon willkommen hießen. Die Sudeten kamen mit dem Zug und machten auf ihrem Weg nach St. Walburg einen Zwischenhalt in Saskatoon: „Der Zwischenhalt gab den Flüchtlingen die Gelegenheit einen Spaziergang durch die Stadt zu machen und sich an den Sehenswürdigkeiten zu erfreuen. Ein Kanadier machte einen der Flüchtlinge auf das Rathaus aufmerksam. Die Sudeten nickten als er die Worte ‚Ja – City Hall‘ in perfektem Englisch wiederholte. Dann lächelte er und fügte hinzu: ‚Ve say Rathaus‘; das überraschte den Kanadier sehr, der ‚Rat House‘ verstand.“

Das Buch „Sudeten in Saskatchewan – A Way to be Free“ von Rita Schilling ist beim „Saskatchewan German Council”  erhältlich.

Webseite des Kulturzentrums