Die Kathedrale der Heiligen Familie
Deutsche Spuren in Saskatchewan

  • Die Kathedrale der Heiligen Familie in Saskatoon © Goethe-Institut Montreal
    Die Kathedrale der Heiligen Familie in Saskatoon
  • Die Kathedrale der Heiligen Familie in Saskatoon © Goethe-Institut Montreal
    Die Kathedrale der Heiligen Familie in Saskatoon

Die Kathedrale der Heiligen Familie

Das 28,5-Millionen-Dollar-Projekt der 2011 errichteten Kathedrale der Heiligen Familie ist einzigartig, denn es ist der erste Bau einer römisch-katholischen Kathedrale in Kanada seit über 50 Jahren. Außerdem ist es die erste Kathedrale Nordamerikas mit Solarzellen, die in die Fenster integriert sind.

Im südlichen Teil der Kathedrale befindet sich hoch oben die Installation der kanadischen Künstlerin Sarah Hall. Sie besteht aus drei Fenstern, 54 Paneelen und 11.113 von Hand gelöteten silbernen Solarzellen. Als die sonnigste Stadt Kanadas hat Saskatoon fast 2400 Sonnenstunden pro Jahr und ist somit der ideale Ort, um Solar-Technologie zu fördern. Unter Verwendung von Fotovoltaik können die Solarzellen der Installation jährlich 2500kw generieren, was genug Energie wäre, um 5 Haushalte zu versorgen. Die 65.000 Quadratmeter große Kathedrale ist ein Ort der Nachhaltigkeit und wissenschaftlichen Innovation. Halls Werk kann im Altarraum im Inneren der Kathedrale und in der Turmspitze besichtigt werden. 

Sarah Halls Design für dieses Projekt wurde von den international renommierten „Glasmalerei Peters Studios“ in der nordwestlichen Stadt Paderborn in Deutschland angefertigt. Die „Glasmalerei Studios“ wurden vor über 100 Jahren von Otto Peters gegründet.

Otto Peters kam 1875 im Niederrhein, einer Region, die zu dieser Zeit ein Zentrum der Glasmalerei und des Glashandwerks in Deutschland war, zur Welt. Er wurde zum Glasmaler ausgebildet und gründete 1912 seine Werkstatt in Paderborn. Trotz des Unfriedens zweier Weltkriege konnte er sein Studio erhalten, das heute von der dritten und vierten Familiengeneration weitergeführt wird.

Sarah Hall hat ihre Glaskunst ausschließlich in Deutschland angefertigt und dort jahrelang mit Solarenergie-Fenstern gearbeitet. Wilhelm Peters und zwei Künstler der „Glasmalerei Studios“ waren in Saskatoon vor Ort, um bei dem Aufbau der Installation „Lux Gloria“ zu helfen. Aufgrund der Verwendung von Fotovoltaikzellen als Teil künstlerischen Ausdrucks bezeichnete das „American Institute of Architects“ dieses als kulturell und archietektonisch bedeutend geltende Werk 2014 als Meilenstein des Designs. „Lux Gloria“ spielt durch die Verwendung der Farben Rot, Orange, Blau und Weiß auf die Färbung des Himmels der Prärie an und die Technik erinnert an die Geschichte der Glasmalerei sowie den Beitrag des deutschen Studios.

 Virtuelle Tour der Kathedrale
 Die Solarfenster der Kathedrale
 “Lux Gloria” Project
 Sarah Halls Portfolio