Das Waffenarsenal von Idylwyld
Deutsche Spuren in Saskatchewan

Die Kanone im Waffenarsenal von Idylwyld

Im Hugh Carins Waffenarsenal befindet sich eine 15-cm-Kanone 16 (kurz K 16). Die Kanone hat keine Räder mehr und ist nun an einem Transportwagen befestigt. Sie war von 1917 bis 1945 im Einsatz und konnte Schüsse in einer Entfernung von bis zu 22 Kilometern abfeuern. 

Die Kanone wurde 1919 von der kanadischen Regierung an die Stadt Saskatoon gespendet. Aus dem Archiv der Stadt geht hervor, dass ein städtischer Beamter den Direktor für Kriegstrophäen bat, einige dieser Stücke nach Saskatoon zu senden. Oberleutnant A. G. Douglas antwortete auf diese Bitte und ließ zwei Waffen nach Saskatoon schiffen. Bis 1927 befand sich eine dieser Waffen auf dem Ausstellungsgelände von Saskatoon und wurde dann 1978 in das Waffenarsenal von Idylwyld verlegt.

Die Kanone K16 Die Kanone K16 | © Goethe-Institut Montreal Die K 16 war eine schwere Feldwaffe, die Deutschland im Ersten und Zweiten Weltkrieg einsetzte. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden Waffen als Reparationen an Belgien übergeben und von der Wehrmacht, den nationalsozialistischen Streitkräften in Deutschland von 1935 bis 1945, nach der Eroberung Belgiens als K 429(b) Waffen in Betrieb genommen.

Entworfen wurde die Kanone von der Friedrich Krupp AG (heute ThyssenKrupp AG), die im 20. Jahrhundert eines der größten Unternehmen Europas war und eine wichtige Rolle in der Entwicklung und Produktion von Waffen im Ersten und Zweiten Weltkrieg innehatte. 400 Jahre lang machte Krupp als führender deutscher Waffenhersteller ein florierendes Geschäft. Vom Beginn des Dreißigjährigen Krieges bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges produzierte Krupp alles, angefangen von Kriegsschiffen bis zu U-Boten, Panzern, Haubitzen und Waffen.