Bankraub als sportliche Herausforderung habe ihn schon früh interessiert, sagt Regisseur Benjamin Heisenberg in einem Interview.
Johann Rettenberger (Andreas Lust) ist Hauptfigur des Films und Bankräuber. Er ist undurchsichtig, getrieben, maskiert und süchtig nach dem nächsten Überfall, nach der nächsten Verfolgung.
Basierend auf dem Roman von Martin Prinz, der sich an einem realen Fall in Österreich orientierte, erzählt Heisenberg die Geschichte eines Mannes, der nicht anders kann als rennen: im Gefängnis, beim Marathon, nach dem ersten Überfall und nach allen Überfällen, die danach folgen sollen.
Nach seinem viel beachteten Debütfilm
Schläfer liefert Heisenberg hier eine beeindruckende Mischung aus konzentrierter Sozialstudie und atemlosen Verfolgungssequenzen. Sein Johann Rettenberger ist keine Identifikationsfigur, wird nicht psychologisiert, nicht erklärt oder verstehbar gemacht. Gerade dadurch wird Rettenberger zu einem elektrisierenden Enigma, das man nicht aufhören kann zu beobachten. Bis zur letzten Konsequenz verfolgt Heisenberg hier einen Verfolgten, wechselt dabei Genres und ändert das Tempo, erhöht den Puls und zeigt, wie überraschend und spannend die Kunst des deutschen Films sein kann.
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