Der bemerkenswerte erste Spielfilm des Filmemachers Ramon Zürcher, gleichzeitig sein Abschlussfilm und eine Produktion seines Zwillingsbruders Silvan, erinnert an Franz Kafkas „Verwandlung“.
Familientreffen in einer Berliner Wohnung an einem strahlenden Samstagnachmittag, prall gefüllt mit Essensvorbereitungen und Alltagsgeschäftigkeit. Der Hund – und natürlich die Katze – der Familie zeichnen einen Rahmen, in dem die zunehmenden Wirrungen des Alltags und die Figuren in episch graziler Choreographie geschmeidig miteinander verschmelzen oder auch das komplizierte Konstrukt einer Rube-Goldberg-Maschine bilden.
Der bemerkenswerte erste Spielfilm des Filmemachers Ramon Zürcher, gleichzeitig sein Abschlussfilm und eine Produktion seines Zwillingsbruders Silvan, erinnert an Franz Kafkas
Verwandlung. Er bedient sich der statischen Bildsprache Chantal Ackermans, greift die komplexen Bewegungen und Arrangements Jean Renoirs auf, veranschaulicht die Tiefgründigkeiten des echten Lebens in Robert Bressonscher Manier – und ist dennoch unvergleichlich und einzigartig. Jede Sekunde der knapp bemessenen Spielzeit von 75 Minuten enthüllt einen wertvollen Teil eines unendlich faszinierenden Objekts cineastischer Alchemie.
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