Deutsche Spuren in Québec City und Umgebung

Wussten Sie schon, dass...

… das Architekturdenkmal „Château Frontenac“ in Québec in Zusammenhang mit der deutschsprachigen Welt steht?

Während der amerikanischen Revolution kamen zum Ende des 18. Jahrhunderts etwa 100 deutsche Söldner und Ärzte im Auftrag der Briten nach Québec. Sie und ihre Nachkommen hinterließen Spuren in der Stadt, die heute noch sichtbar sind, zum Beispiel auf dem Friedhof der Saint-Matthews Kirche. Hinter dem symbolträchtigen „Château Haldimand“, dem heutigen „Château Frontenac“, verbirgt sich über ein paar Umwege eine Verbindung nach Deutschland.

Spuren

Das „Château Haldimand“ (heute: „Château Frontenac“) © Goethe-Institut Montreal

Das „Château Haldimand“

Das „Château Frontenac“ ist zweifellos eines der symbolträchtigsten Architekturdenkmäler der Stadt Quebec. Das Schloss, mit dessen Bau 1893 begonnen wurde, zählt eher zur jüngeren Geschichte der Stadt. Zuvor befand sich ein anderes Schloss an diesem Ort: das „Château Haldimand“. 

Die Saint-Matthews Kirche in Québec © Goethe-Institut Montreal

Deutsche Söldner in Québec

Am Ende des 18. Jahrhunderts war die Provinz Quebec eine Kolonie Großbritanniens. Diese Situation blieb bis 1775, dem Beginn des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, vorherrschend. Als die militärischen Ressourcen erschöpft waren, musste die britische Obrigkeit deutsche Söldner engagieren, um sich zu verteidigen.
 

Das Chevalier-Haus © Goethe-Institut Montreal

Das Chevalier-Haus

George Pozer ist einer der wichtigsten Geschäftsmänner der Stadt Quebec am Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts. In der Stadtgeschichte sticht er nicht nur durch sein enormes Vermögen hervor.

Hotel Frederick Glackmeyer © Goethe-Institut Montreal

Frederick Glackmeyer

Während des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs (1775-1783) überließen die Landgrafschaft Hessen-Kassen, das Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel, das  Kurfürstentum Hannover, Sachsen-Anhalt und andere Regionen auf heutigem deutschen Territorium den Briten im Rahmen der sogenannten Subsidienverträge mietweise Soldaten. 

Cyclorama de Jérusalem © Goethe-Institut Montreal

Bruno Piglheins

Das riesige Rundgemälde „Cyclorama de Jérusalem“ in Sainte-Anne-de-Beaupré zeigt die Kreuzigung Christi.  Diese kleine Ortschaft ist ca. 30 km östlich von Quebec-Stadt am Nordufer des Sankt-Lorenz-Stroms gelegen und vor allem für die Basilika bekannt.

Die Kirche Saint Romuald von innen © Goethe-Institut Montreal

Die Kirche Saint-Romuald

Saint-Romuald (ca. 11.700 Einwohner) liegt gegenüber der Stadt Quebec am Südufer des Sankt-Lorenz Stroms, unweit der beiden Brücken „Pont de Québec“ und „Pont Pierre-Laporte“. Seit 2002 ist Saint-Romuald einer der 10 Stadtbezirke von Lévis. 

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